Office Motivation Talk

Folge #14 - Heute im Talk mit Oliver Puls

July 19, 2023 Sarah Thullner Season 1 Episode 14
Office Motivation Talk
Folge #14 - Heute im Talk mit Oliver Puls
Show Notes Transcript

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge vom Office Motivation Talk dem Business-Podcast mit Humor und Leichtigkeit.
Mein Name ist Sarah Thullner. Schön, dass du wieder eingeschaltet hast

Folge #14 heute im Talk mit Oliver Puls

#ampulsderzeit 
#vitaminefürdieit 
#ehrlichesverkaufen


Oliver Puls versucht immer am Puls der Zeit zu sein um die aktuellen und angesagtesten Vitamine im Bereich IT zu kennen und dies für seine Kunden anzuwenden und umzusetzen. 

Sein Antrieb ist es schlechte Digitale Prozesse zu verbessern und Datenschutz / Datensicherheit praktikabel umzusetzen, damit das Business seiner Kunden immer weiter gehen kann.

Dabei greife er auf seine langjährige Erfahrung in den verschiedensten Positionen und Unternehmen zurück.

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Ich freue mich auf den Talk mit Dir,
Sarah Thullner

Office Motivation Talk! - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit



Sarah Thullner
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Office Motivation Talk heute mit Oliver Puls. Und herzlichen Dank Oliver für deine Zeit Und ich bin schon sehr gespannt, über was wir heute alles sprechen. Hallo.

Oliver Puls
Hallo, Sara.

Sarah Thullner
Oliver, Stell dich doch am besten gleich mal vor. Erzähl uns ein bisschen von dir. Was ist dein Spezialgebiet und was du sonst noch alles von dir sagen möchtest?

Oliver Puls
Ja. Oliver Puls. Ich bin mittlerweile 50 Jahre alt, seit über 28 Jahren in der IT unterwegs, hab so wie viele klassisch gestartet, mal von meinen Eltern einen C64 bekommen, dann habe ich den bin ich an den ersten PC gekommen, noch damals mit bernsteinfarbenen Monitor. Irgendwann gab es dann mal die ersten vier Farben, wie das alles so damals war.

Sarah Thullner
Weil gut, ja genau.

Oliver Puls
Habe dann parallel dazu mein Abitur gemacht und hatte dann aber keine Idee, was ich wohl studieren wollte und habe dann erst mal klassisch in einer Molkerei eine Ausbildung gemacht. Damals hieß das noch Energieanlagen, Elektroniker heute. Heute heißt der Beruf glaube ich ein bisschen anders. Aber es waren so die Anfänge, wo programmierbare Maschinensteuerungen aufkamen. Ich habe also ganz viel im Bereich Siemens SPS, das ist so ein kleiner Steuerkomputer für Produktionsmaschinen gelernt, aber auch dann schon die ersten Sachen für ein Hochregallager System auf Unixbasis. Das mussten wir so von der Elektroabteilung und als Azubis alles lernen. Habe da meine klassisch meine Ausbildung gemacht der die die Firma ken war das damals ist mittlerweile an den Dr. Oetker Konzern verkauft. Die sind dann von Mülheim an der Ruhr nach. Moers umgezogen und haben da den Mut zu dem damaligen Zeitpunkt 1993 den modernsten Milchhof Europas aufgewacht.

Sarah Thullner
Wow. Okay.

Oliver Puls
Zu dem Zeitpunkt wurde auch sehr viel für Aldi Süd produziert in Lizenz bzw als als Nebenmarke und für einige andere noch. Es war ein riesen Gebäude, ziemlich automatisiert, so dass nur noch ein Maschinenführer gebraucht wurde und auch die, die die Mischproduktion mit wenig Personal, also bei sehr viel automatisiert. War eine sehr spannende und interessante Zeit zu sehen, wie aus dem kleinen Molkereibetrieb in Mülheim, der 1/4 so groß war, so ein Riesending geworden ist.

Sarah Thullner
Wahnsinn.

Oliver Puls
Und dann war meine Ausbildung zu Ende. Mhm. Nebenbei habe ich immer schon dem Computerhobby gefrönt und dann hat sich aufgrund von Managemententscheidungen die Firma unten entschieden Wir brauchen keine eigenen Werkstätten mehr, wir sourcen das alles aus. Wir hatten aber eine Übernahmegarantie in unseren Ausbildungsverträgen. Insofern bin ich dann an der Maschine gelandet. Rotes Knöpfchen, grünes Knöpfchen drücken. Alle halbe Stunde mal einen Joghurt wiegen. Und da habe ich mir dann gesagt Okay, das war es irgendwie nicht. Und zu dem Zeitpunkt hatte die Bundeswehr tatsächlich ein Rekrutierungsprogramm, dass sie Leute mit Berufsausbildung direkt mit höherem Dienstgrad und ansprechendem Gehalt eingestellt haben. Und da habe.

Sarah Thullner
Ich mich doch.

Sarah Thullner
Interessant.

Oliver Puls
Genau da habe ich mich für Jux mal beworben mit dem Hintergrund eigentlich. Die nehmen dich sowieso nicht, weil ich, was man wissen muss von Geburt an halbblind bin. Ich habe also nur ein aktives Sehauge.

Sarah Thullner
Okay, musste.

Oliver Puls
Auch für den Führerschein ein Gutachten machen, aber das hat die alles nicht gestört. Ich habe die Unterlagen vorgelegt, das war alles ja super soweit habt den Sport Test bestanden, die psychologische Eignungsprüfung.

Sarah Thullner
Und bist dann da.

Sarah Thullner
Reingerutscht.

Oliver Puls
Ich bin dann da reingerutscht, hab dann 1996. Am 1. Januar bin ich mit dem Zug zur Grundausbildung nach Germersheim gefahren. Ich weiß noch, da war so ein kaltes nebeliges Silvester und dann morgens in den Zug leicht verkatert und dann ging's erst.

Sarah Thullner
Mal.

Sarah Thullner
Und dann gleich in die Vollen oder wahrscheinlich.

Oliver Puls
Genau in die Kälte und in die Vollen. Und ja, dann habe ich die Grundausbildung gemacht, bin dann bei der Luftwaffe, bei der Flugabwehr gelandet, habe dann auch die Spezialisierungslehrgänge gemacht und Ende 96 sollte ich dann noch mal zum Sehtest, weil ich einen Führerschein für einen Schwertransporter machen sollte.

Sarah Thullner
Okay, hm.

Oliver Puls
Da trug es sich zu, dass ich dann äh äh ich glaube der 5. Dezember war es, wenn's ein Wochentag war, also so um Nikolaustag rum war's dahin. Bin morgens zum Sehtest und der Augenarzt im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz macht mit mir den Sehtest, guckt in meine Akte und sagt Wieso hat man sie überhaupt genommen? Sie sind ja untauglich für alles Und hat man einen Stempel draufgesetzt?

Sarah Thullner
Oh, und.

Oliver Puls
Dann kam ich untauglich für alles zurück in die Einheit, hatte den tobenden Chef vor mir stehen. Ach ja, und dann hat man überlegt zu dem Zeitpunkt war er noch Zeitsoldat für mindestens zwölf Jahre mit Aussicht auf Berufssoldat. So war das zur damaligen Zeit.

Sarah Thullner
Heute ist das ja noch einmal anders.

Sarah Thullner
Genau.

Oliver Puls
Und ja, dann hat man überlegt dann habe ich eine kleine Abfindung bekommen, bin zurückgestuft worden auf Saz vier, weil man schon so viel Geld investiert hatte. Also auch die Schiessergebnisse waren immer Bombe.

Sarah Thullner
Wahnsinn.

Oliver Puls
Ja und dann bin ich tatsächlich, weil irgendjemand hatte festgestellt okay, der kennt sich mit Computern aus. Wir fangen jetzt gerade an mit den Computern in den Einheiten, den schicken wir mal in den Stab nach Holger Burbach zur besonderen Verwendung. Und dann.

Sarah Thullner
War.

Oliver Puls
Ich ab.

Sarah Thullner
Januar 97 dann.

Sarah Thullner
Oder.

Oliver Puls
97. Genau wie Januar 97 war ich dann in Holger Burbach, hab da eine Offiziersbude gekriegt und wo ich dann in Zivil war, damit die anderen Dienstgrade da nicht so sich mokieren konnten, dass ich nur noch ein Zivildienst machen durfte. Das eins was ich noch mitmachen durfte, war der dienstliche Sport. Ansonsten hatte ich halt einen Bürojob in ziviler Kleidung und habe halt mein Geld von der Bundeswehr bekommen. Es war recht recht witzig die Zeit Und dann habe ich ja zweieinhalb Jahre lang Kosten Leistungs Rechnungen und Lagerverwaltung und so was alles eingeführt bei der Bundeswehr die ersten Ausschreibungen gemacht für Computersysteme Und dann war so die Frage, was ich jetzt zum Abschluss mache.

Sarah Thullner
Da muss ich jetzt mal reingrätschen. Das heißt, du warst dann im Prinzip dort ja Vorreiter für Digitalisierung.

Oliver Puls
Genau das war so das erste Mal.

Sarah Thullner
Wahnsinn.

Oliver Puls
Ja, das war so ein Pilotprojekt für die DDR, was die Luftwaffe dann für die komplette Bundeswehr angefangen hat. Und da habe ich quasi in den Anfängen mitgemacht. Das ist dann hinterher noch lange weitergegangen. Und heute gibt es ja es der Computer ja ganz normal bei der Bundeswehr mittlerweile bekommen wieder aus dem Ausbildungsprogramm der Bundeswehr die Leute müssen ja auch zivile Berufe erlernen bekommen wir immer die Praktikanten, damit die bei uns noch den zivilen Teil lernen? Das ist also immer noch eine gute Verbindung. Ja, und dann trug es sich aber zu, dass meine Dienstzeit dem Ende zuging und dann wurde ich Anfang 99 gefragt, was ich noch mal machen wollte, ob ich jetzt heimatnah versetzt werden wollte oder ob ich mal mit ins Ausland wollte für eine gewisse Zeit. Okay, und dann bin ich im Februar 99 mit in den Flieger geflogen, gestiegen und Richtung Texas abgehoben und war dann ein halbes Jahr in Texas in El Paso.

Sarah Thullner
Das ist ja eine Reise. Hey, nicht schlecht.

Sarah Thullner
Wow, wow.

Oliver Puls
Und hab dann da den persönlichen Fahrer für die Offiziere gemacht. Hab die morgens zur Luftwaffenbasis gebracht, abends wieder abgeholt, dazwischen ein bisschen einkaufen und dann haben wir auch diverse Reisen unternommen, um uns da so ein bisschen die Gegend. Und dann zu gucken.

Sarah Thullner
Ja, Wahnsinn. Das hat ja einen ganz anderen Lauf dann noch mal genommen.

Oliver Puls
Ja, das war eine recht spannende Zeit. Und dann habe ich quasi noch mal. Es gibt ja dann zum Ende der Dienstzeit gibt es den sogenannten Berufsförderungsdienst. Da habe ich dann die ersten Microsoftscheine erworben. Und habe dann erst am zweiten ersten 2000 bei einer großen Immobilienverwaltung angefangen in der IT.

Sarah Thullner
Hmm.

Oliver Puls
Das war auch ein halbes Jahr lang recht spannend, aber dann wiederholten sich so die Themen. Man wusste genau nach Vollmond haben die und die Leute ihre Passwörter vergessen Und nun? Und nach dem Urlaub weiß der und der nicht mehr, wie das Programm zu bedienen ist. Ja und dann habe ich da noch weitergemacht und irgendwann hat mich dann ein externer Dienstleister angesprochen, ob ich nicht wechseln wollte zu ihm, weil ich mich halt in verschiedenen Systemen auskannte, so AS 400 und Novell Netware drei elf war damals ganz groß im Kommen. Die Umstellung auf vier eins. Und dann habe ich da tatsächlich angefangen und lange durchgehalten. Ich habe 2002 dann zu dem Dienstleister gewechselt und war dann bis 2007 im Januar quasi normaler Angestellter. Und dann kamen so die ersten Kunden, die sagten, wir hätten gerne eine dauerhafte Betreuung.

Sarah Thullner
Hm hm.

Oliver Puls
Was das Thema IT angeht und das hat mein Chef irgendwie gar nicht eingesehen. Ich sage Hey, die wollen uns jeden Monat Geld geben.

Sarah Thullner
Ja, wie gigantisch.

Oliver Puls
Damit wir dafür sorgen, dass deren IT läuft. Wir hatten da so einige Industrieunternehmen, für die war es halt zu dem damaligen Zeitpunkt schon wichtig, dass die Server halt funktionieren.

Sarah Thullner
Und die wollten sich nicht damit selber beschäftigen.

Oliver Puls
Na ja, die die, die hatten auch einfach gar nicht die Möglichkeit. Das war ja so die, die die Aufbruchstimmung, wo Novell gerade ziemlich verbreitet war. Microsoft kam mit den ersten Server Betriebssystem. Die E Mail hat sich im Kleinen und Mittelstand so langsam durchgesetzt als Kommunikationsmittel neben dem Fax. Also das war eigentlich eine recht spannende Zeit. Da haben wir sehr viele Sachen auch gemacht und da haben die Leute dann erklärt okay, ich brauche jetzt aber mal einen, der genau weiß, wie das läuft und der sich halt auch wenn wir Feierabend haben, noch guckt, ob die Systeme laufen, damit die auch am nächsten Morgen wieder zur Verfügung stehen. Ja und in diesem Zerwürfnis bin ich dann hingegangen und habe gesagt Gut, dann gründe ich jetzt meine eigene Firma. Ich kenne Kunden, die wollen das, dem biete ich das jetzt an und dann bin ich halt. Musste ich so Vorbereitungskurse damals noch machen, damit ich eine. Wie hieß das denn damals? Start an Staatsfinanzierung. So ähnlich gab es.

Sarah Thullner
Vom vom.

Oliver Puls
Vom Arbeitsamt. Da gab es halt Zuschüsse und Obolus und da gibt es eine Steuererleichterung.

Sarah Thullner
Ich glaube, jetzt nennt man es Gründerzuschuss.

Oliver Puls
Damals jedenfalls hieß es so ähnlich.

Sarah Thullner
So ähnlich. Klappe führe ich jetzt ein bisschen an, aber jetzt würde man so unter Gründungszuschuss glaube ich betiteln. Ja.

Oliver Puls
Und dann musste ich da noch die Kurse besuchen, um entsprechende Nachweise zu erbringen und habe dann tatsächlich im März bin ich zum Ende März zum Bürgeramt oder damals hieß es noch Gewerbeamt, da waren die Ämter ja noch alle getrennt. Heute wäre es das Bürgeramt. Bin ich dann hin und habe alle meine Unterlagen angegeben und habe dann quasi den Gewerbeschein beantragt Und den habe ich tatsächlich am zweiten, vierten 2007 bekommen.

Sarah Thullner
Wow.

Sarah Thullner
Da gucken wir ja jetzt schon auf eine lange Zeit zurück. Hey, Wahnsinn!

Oliver Puls
Genau Und habe dann mit den ersten Kunden gestartet, die ich dann zum Glück noch als Einzelkämpfer betreuen konnte und habe dann relativ schnell weitere Kunden akquirieren können. Ähm. Auch so namhafte Unternehmen wie die Firma Paul Wolf aus Mönchengladbach, die diese schicken Mülltonnenschränke oder mittlerweile auch diese automatisierten Sportboxen herstellen.

Sarah Thullner
Und. Okay.

Oliver Puls
Also da kannst du am Bahnhof. Gibt es jetzt mittlerweile so Fahrradboxen, da kannst du dann mit dem Handy QR Codes rennen, dann geht die Tür auf und dann kannst du dein Fahrrad sicher abstellen in so einer Fahrradgarage.

Sarah Thullner
Ja stimmt, das habe ich in Köln schon gesehen.

Oliver Puls
Oder man sieht deren Produkte auch ganz viel, wenn man so durch die Straßen läuft. An den größeren Wohnkomplexen, die bauen diese schicken Behausungen aus Beton für die großen Mülltonnen und.

Sarah Thullner
Für die Kleinen.

Sarah Thullner
Okay. Okay. Ja, sehr gut. Sehr gut.

Oliver Puls
Genau Das waren so die ersten Kunden, mit denen ich gestartet bin. Habe dann relativ zügig eine Halbtagskraft fürs Büro, der mit das Telefon besetzt war. Zu dem Zeitpunkt gab es noch nicht so moderne Lösungen, wie es die heute gab, sondern man musste mit Rufumleitung arbeiten und und und. Und hab dann meinen ersten Mitarbeiter im. September 2007 eingestellt.

Sarah Thullner
Aha. Also noch nicht einmal ein ganzes halbes Jahr Und dann schon Mitarbeiter. Wahnsinn! Wahnsinn!

Oliver Puls
Genau weil wir so viel zu tun hatten und ich auch mal zwischendurch Ruhe brauchte. Klar, habe dann in meinem Elternhaus ist eine Wohnung frei geworden, die habe ich dann Kern saniert und Büros rein gemacht Und dann haben wir eine ganze Zeit in dem in der oberen Etage residiert. Ich habe nebenbei meine Kinder betreut. Ich hatte so eher den Hausfrauenpart immer auch in der ersten Ehe. Was ich sehr genossen habe. Das ging alles ganz gut miteinander zu vereinbaren, weil die Wartung hat man ja meistens abends gemacht. Insofern konnte ich mittags nach der Schul und Kindergartenzeit dann die Sportaktivitäten mitmachen. Ja, und so ist das Ganze immer gewachsen. Dann haben wir ab 2009 den ersten Azubi gehabt. Wir haben uns immer weiter fortbewegt im Bereich der Virtualisierung und Digitalisierung. Hab da immer schon mein Ohr quasi am Internet gehabt um zu gucken was ist der nächste neue Trend. Habe auch immer wieder verschiedenste Abrechnungsmodelle ausprobiert. Wenn das eine nicht funktioniert hat, dann haben wir es halt verändert bis es irgendwann funktioniert hat.

Sarah Thullner
Meinst du jetzt eine Form von Flatrate oder pauschal als Support oder wie auch immer? Meinst du das.

Oliver Puls
Genau für den für die Supportabrechnung? Also ob ich jetzt Flatrate mache oder nicht, weil die am Ende des Tages bei einer Flatrate muss ich ja auch gucken, dass es sich lohnt, also eine Nullnummer wäre schlecht ist und.

Sarah Thullner
Sollte.

Oliver Puls
Was übrig bleiben.

Sarah Thullner
Ja, seit.

Oliver Puls
2009 haben wir dann tatsächlich auch moderne Telekommunikationslösungen dazubekommen. Da hieß die Firma damals noch One Phone.

Sarah Thullner
One phone.

Oliver Puls
Okay, die es mittlerweile nicht mehr. Das war eine Tochter von der EPlus damals und das waren die ersten hier in Deutschland, die eine Handy basierte Telefonanlage, so kann man es heute beschreiben hatten.

Sarah Thullner
Ähm ja.

Oliver Puls
Das war eine recht spannende Zeit, weil dann hatte man auf einmal das Festnetz richtig auf dem Handy mit drauf. Man brauchte gar keinen Apparat mehr im Büro und da war man dann endlich flexibel. Da fiel dann die Bürokraft wieder weg. Dafür hat man auch wieder einen Techniker eingestellt und sind damit. Eigentlich haben wir uns so durchgeschlängelt die Modernisierungen, die Betriebssysteme wurden immer moderner. Wir haben viel. Auch dann virtualisiert einfach mal und optimiert bei den Kunden und sind dann gesund gewachsen. Ja. Dann wurde die. Das muss ich mir gerade überlegen. Genau. Dann haben wir einen interessanten neuen Kunden dazu gekriegt. Und zwar haben sich in Mülheim mehrere Kinder Arztpraxen zusammengeschlossen zu einem großen Verbund. Und da haben wir dann quasi so diese Praxis Gemeinschaft mit mit Terminalservern und allem drum und Dran geplant und die ganzen neuen Praxisräume, die Ausstattung also von technischer Seite her mit begleitet. Also nicht die Kabel verlegt, sondern tatsächlich nur was soll vivo sein? Und da.

Sarah Thullner
Das konzeptionell sozusagen.

Oliver Puls
Wie konzeptionell genau das waren, war also auch mal ein sehr spannendes großes Objekt.

Sarah Thullner
Total total interessant.

Oliver Puls
Und ja, dann wurde die, die ohne Wohnung damals wurde dann verkauft, weil die EPlus sich ja zurückgezogen hat aus dem Mobilfunkmarkt. Die haben ja ihr deutsches Netz dann an die Telefonica, sprich O2 abgegeben und ja, dann lief das Telefongeschäft auf einmal so ein bisschen ein. Keiner wusste wie es weitergeht und dann sind die von der. Niederländischen Voiceworks gekauft worden und die haben dann ein neues Partnerprogramm aufgelegt. Und da war ich dann tatsächlich der erste, der gesagt hat okay, mit euch versuche ich das noch mal mit den Telefonlösungen, weil dir der Grundgedanke mit dem Ein Geräte Konzept oder alle Nummern auf dem Gerät wo ich sie brauche war halt charmant.

Sarah Thullner
Das war so ein.

Oliver Puls
Alleinstellungsmerkmal zu der Zeit 2012 2013. Ja und dann haben wir mal aktiv sind wir an unsere Kunden rangegangen und auch an neue Kunden und haben tatsächlich richtig mal Telefonvertrieb gemacht und haben dann cloudbasierte Telefonlösungen auf Mobilfunk oder Voice over IP Basis in den Markt gebracht. Ähm ja, dann haben meine Kinder Kinder andere Hobbys entwickelt. Sie haben sich für Karneval interessiert. Dadurch bin ich dann so ein bisschen in den rheinischen Karneval reingerutscht und da haben sich dann neue Verbindungen ergeben. Dann bin ich durch so eine Verbindung tatsächlich als Berater beim RFW. Das ist unser lokales Wasserwerk. Hier ein Tochterkonzern von der RWE RWE gelandet. Die suchten jemanden, der einfach mal, weil die Leute alle in Ruhestand gegangen sind, die sie versäumt hatten das aufzunehmen, der einfach mal guckt was haben wir überall an Telefon und an Telefonanlagen? Und wie könnte moderne Telefonie in Zukunft für uns aussehen in Hinblick auch auf Ausfallsicherheit? Damals gab es noch nicht die Begriffe kritisch. Die sind dann ein bisschen später mit dazugekommen Und dann hatte ich tatsächlich also meine Mitarbeiter haben quasi das Tagesgeschäft gemacht und ich habe zwei Jahre lang an drei Tagen die Woche mich nur ums Wasserwerk gekümmert und hab geguckt, bin überall hingefahren, habe erst mal geguckt, was haben die woanders hat das also alles?

Sarah Thullner
Katalog erstmal den Zustand wahrscheinlich oder.

Oliver Puls
Den Zustand und dann war es immer so, das musste halt immer quartalsweise vom großen Gremium präsentiert werden und die dann alle immer unter einen Hut zu kriegen. Ja, also Konzern es.

Sarah Thullner
Ist eine.

Sarah Thullner
Hausnummer, eine andere Nummer oder als die als die kleineren, die du sonst davor hattest und direkt Entscheider der die sagen machen wir so mach mal so und setz es bitte bis in drei Wochen um.

Sarah Thullner
Okay.

Sarah Thullner
Jetzt will ich mal eins reingrätschen. Wie kam es zu dem tollen wunderbaren Firmennamen? Du darfst dann auch gerne selber nochmal sagen Und wie kam es dazu?

Oliver Puls
Also die Firma an sich heißt ja CCA, ist mittlerweile eine GmbH und Co KG. Wir haben aber den tollen und auch geschützten Slogan Vitamine für ihre IT und da gibt es tatsächlich die habe ich eben vergessen in den Anfängen der Anekdote. Ich hatte also im April gegründet, hatte durch Zufall die Domäne CK.de, also eine Drei Buchstaben Domäne im deutschen Bereich registrieren können. Das war zu dem Zeitpunkt damals so gut wie unmöglich, da waren schon alle besetzt und ich hatte halt das Glück, habe die bekommen und hatte die zwei Jahre vorher bekommen, hatte die liegenlassen und habe sie dann aktiviert. Und dann habe ich selber, wie man das so macht als als Gründer habe ich mir irgendwie so ein Logo ausgedacht. Das war Visa so ähnlich aus wie so eine Blume, wenn man naja also es war ein erinnerte entfernt an das T und A Logo muss ich dann doch zugeben. Und dann kriegte ich im Mai Post von so einer großen Anwaltskanzlei aus Düsseldorf mit einem riesen Betrag, weil ich deren Markenrechte.

Sarah Thullner
Also sprich von.

Oliver Puls
Code A verletzt.

Sarah Thullner
Haben.

Oliver Puls
Hätte.

Sarah Thullner
Okay, wow.

Oliver Puls
Dann habe ich erst mal geschluckt. Das glaube ich dann selber mal mich ein bisschen im Internet kundig gemacht und habe mir dann einen Fachanwalt für Markteintritt gesucht. Und ja, das lief dann tatsächlich darauf hinaus, dass ich zum einen das Logo ein bisschen abändern musste und zum anderen mich verpflichten musste, dass ich niemals digitale Datenträger mit dem Logo und dem Slogan CCA drauf herstelle, weil die eine Tochtergesellschaft hatten, die halt damals für die Warenhäuser irgendwelche Sachen hergestellt haben und die befürchteten da eine Verwechslungsgefahr.

Sarah Thullner
Was ist ja der Wahnsinn. Okay, wow und.

Oliver Puls
Dann waren von den 125.000 € damals Schadensersatz, den ich zahlen sollte, blieb da nicht mehr viel übrig. Jeder hat seine eigenen Kosten getragen. Ich musste halt das ganze Briefpapier und die Visitenkarten einstampfen Und dann hab ich einen Grafiker kennengelernt, auf einer Veranstaltung bestanden also am.

Sarah Thullner
Cocktailstand.

Oliver Puls
Und hatten beide so ein Cocktail, wo eine Orangenscheibe war. Und dann sagte er Ich habe eine Lösung für dein Problem. Er hat dann auf dem Bierdeckel CCA geschrieben und die Orangenscheiben oben unten drüber gelegt. Du hast jetzt die Vitamine für die IT. Das war schon so ein Klassiker. Und dann haben wir daraus tatsächlich ein komplettes Branding und Wording entwickelt, was sich, was wir kontinuierlich durchgehalten haben. Ich habe auch mal zu Hochzeiten total beklebten VW Bus gefahren, der mit diesen Logos und Slogans beklebt war, um halt aufzufallen Und an den können sich hier in der Umgebung noch viel erinnern. Und so ist das dann gekommen. Unter dem Spruch sind wir uns treu geblieben. Heute machen wir halt auch noch immer das. Wir haben immer noch die Vitamine für die IT. Aber wir machen natürlich auch ein paar speziellere Themen wie Datensicherheit, Datenschutz und Digitalisierung. Das sind ja so die Themen, die momentan einfach den Kleinen und Mittelstand umtreibt.

Sarah Thullner
Was speziell meinst du mit Vitamine? Also für die, die was jetzt einfach nicht so aus dem Bereich kommen Was sind speziell Vitamine für die ich. Was versteht man dahinter?

Oliver Puls
Also ich verstehe darunter clevere und smarte Lösungen und vor allen Dingen also, die den Unternehmer oder das Unternehmen weiterbringen und vor allen Dingen auch die Umsetzung von Datenschutz und IT Sicherheitsrichtlinien, so dass das Unternehmen nicht am Geldverdienen gehindert wird. Also es gibt ja genauso wie in der Rechtsprechung immer noch gewisse Auslegungsspielräume und. Da muss man einfach mal gucken, dass man beiden Seiten bestmöglich gerecht wird. Also es gibt kein Unternehmen, was wir genauso wie das vorherige beraten können. Das heißt, es sind immer wieder individuelle Beratungen und auch Entscheidungen, wie man was macht selbst. Wir haben auch viele Ärzte mittlerweile in der Kundschaft. Selbst die Ärzte sind alle unterschiedlich.

Sarah Thullner
Klar.

Sarah Thullner
Je nachdem was sie.

Sarah Thullner
Für.

Oliver Puls
Was sind, was sie für eine Fachrichtung haben genau. Und was sie für ein Praxisinformationssystem einsetzen, was sie sonst noch so. Machen zur Antwort. Zumal es ja auch von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dann schon wieder entsprechende Hinweise und und Richtlinien gibt, Je nachdem wie viel Mitarbeiter die Praxis hat, habe ich bin ich zähle ich ja dann schon fast als kleines Krankenhaus und muss andere Sicherheitsmaßstäbe.

Sarah Thullner
Okay, das wusste ich ja.

Oliver Puls
Da setzen wir wie ich sage mal die normale Praxis, wo ein oder zwei Ärzte sind und die fünf Mitarbeiterinnen haben.

Sarah Thullner
Sehr spannend. Das wusste ich jetzt auch noch nicht. Aber wer zählt denn jetzt sonst noch zu deiner Zielgruppe? Also darf ich zum Beispiel als Soloselbständige mich auch mit meinen IT Bedürfnissen an dich wenden Oder denkst du ab einer gewissen Anzahl von Mitarbeiter ist es einfach sinnvoller?

Oliver Puls
Also wir machen es nicht mitarbeiterabhängig, sondern wir führen ein Erstgespräch mit dem Kunden und da versuche ich herauszukitzeln, ob der Kunde zu uns passt, weil er muss bereit sein, sich an gewisse Formalien und und und und Gegebenheiten anzupassen, damit wir ihn dann auch mit der Stange in unseren standardisierten Prozessen vernünftig betreuen können.

Sarah Thullner
Okay, das finde ich gut, weil das ist ja doch immer noch eine ganz andere Herangehensweise. Sonst sagt man ja klar alles, was mit IT zu tun hat. Aber nein, dass du da auch gewisse Voraussetzungen hast, die geschaffen sein müssen, um eine gute Zusammenarbeit zu kreieren, finde ich schon auch spannend. Doch hört sich gut an, hört sich gut an, ja? Was wird gerade am meisten von deinen Kunden gefragt oder wo ist der größte Bedarf gerade.

Oliver Puls
Also jetzt tatsächlich nach. Nach der Corona Zeit wo wir sehr viel uns um die Themen Homeoffice und Kommunikation kümmern mussten wie. Wie kann ich Telefonie noch sicherstellen, wenn die Leute gar nicht mehr im Büro sitzen? Ähm, ist es jetzt so, dass es vermehrt dahin geht, dass die Leute festgestellt okay, ich muss mich jetzt aber verdammt noch mal auch um die Sicherheit kümmern, weil die Einschläge kommen immer näher, es wird immer geschickter. Werde ich angegriffen mit mit gut gemachten Emails oder anderen Sachen und vor allen Dingen die Sachen schlummern ja teilweise auch eine Zeit im Netz, bevor sie aktiv werden. Und da haben wir hier in NRW das Glück, dass es auch ein Förderprogramm gibt im Mittelstand innovativ, digital. Und da gibt es einen Baustein. IT Sicherheit nennt er sich und Digitalisierung. Und in dem Rahmen kann man sich auch zu 80 % Investitionen in die IT Sicherheit fördern lassen.

Sarah Thullner
Zum Wave. Das heißt ich kann. Ich kann mich da noch mal richtig stark ausbauen und meinen Unternehmen ausbauen mit sogar eine Förderung, die ihr dann beantragt für den Kunden.

Oliver Puls
Genau, also die ist relativ. Also der Kunde muss die selber beantragen. Wir können ihm da Hinweise geben, wie er das tut, aber letztendlich beantragt der Kunde das selbst und bekommt dann nach Abschluss der Maßnahme auch maximal netto 15.000 € ausbezahlt.

Sarah Thullner
Wow.

Oliver Puls
Dafür kann man im Kleinen und Mittelstand schon einiges.

Sarah Thullner
Umsetzen oder.

Oliver Puls
Bewegen. Also wenn ich überlege selbst das Das Bundesamt für Informationssicherheit hat ja gesagt eine Fritzbox ist keine Firewall mehr. Das ist halt nur ein kleiner Router der dich ins Internet bringt. Aber wenn du Sicherheit willst, brauchst du da was anderes. Und die Cyber Versicherung sprechen ja immer so schön von dem aktuellen Stand der Technik. Und das ist ja auch wieder so ein netter, schwammiger Begriff. Weil das was gestern Stand der Technik war, muss nicht mehr unbedingt.

Sarah Thullner
Heute.

Oliver Puls
Stand der Technik sein oder morgen. Also kann man nur gucken, dass man irgendwo ein äh, ein Produkt oder eine Sache nimmt, die sich kontinuierlich weiterentwickelt und die halt den den Anforderungen, die man vielleicht auch in Zukunft hat, genügen wird. Und da gibt es ja einige Hersteller am Markt. Wir haben uns für den Hersteller Sofas entschieden. Und er bietet gerade auch für den den Ärztebereich die Möglichkeit, das über ein sogenanntes Security Response Team. Vorfälle im Netzwerk bewertet werden und dann bekommt man halt zum Nachweis einen Bericht darüber. Also ich sage mal eine schadhafte Email ist reingekommen. Dann analysieren die Hat die irgendwas angerichtet oder ist sie sofort abgefangen worden Und das steht dann in dem Bericht so als kleines Beispiel oder auf einem PC wurde ein nicht autorisierter USB Stick angeschlossen.

Sarah Thullner
Aha. Hm hm.

Sarah Thullner
Das wird dann auch weiter.

Oliver Puls
Genau das wird dann auch protokolliert und man hat halt seinen Nachweis. Weil das sind so Dinge, die können wir auch als kleines Systemhaus so nicht leisten, dass wir so ein quasi von Security Operations Center zur Verfügung stellen. Und das machen wir beim Dienstleister, der halt auch die Produkte ständig pflegt. Und man hat halt sowohl der Kunde als auch wir als Systemhaus haben halt eine wunderbare Übersicht Wie ist gerade der Sicherheitszustand des Unternehmens? Weil sämtliche Geräte und und Firewalls und auch Schnittstelle und Übergänge zum Internet kann. Habe ich auf einen Blick erst mal und kann dann detaillierter runtergehen. Und was jetzt in den letzten Monaten dazugekommen ist tatsächlich eine sogenannte künstliche Intelligenz Unterstützung, also eine KI Unterstützung um gewisse Dinge zu bewerten, damit man da eventuell noch effizienter werde. Ich stehe dem Ganzen noch ein bisschen gemischt gegenüber. Also es gibt Sachen, da funktioniert das schon sehr gut. Es gibt aber auch Dinge, da kommt da sehr viel Nonsens raus. Das wird ähnlich sein in der schreibenden Branche, wenn man Texte macht. Also ich kann zB einen Text machen lassen, aber man erkennt es immer noch recht deutlich, dass der nicht unbedingt von einer Person geschrieben worden ist, weil da Es fehlen einfach gewisse Nuancen und absolut. Ich bin mir aber auch sicher, dass gerade dieser KI. Bereich in den kommenden Monaten stark dazulernen wird. Und wir werden ihn nicht mehr verbannen können, sondern wir sollten ihn sinnvoll integrieren.

Sarah Thullner
Ja.

Sarah Thullner
Das ist ein richtiges gutes Schlagwort. Sinnvoll integrieren, Das ist, glaube ich auch so gerade das Hauptthema. Ich hatte das gestern mit einem anderen Kunden von mir auch, der so ein bisschen panisch mit dem Thema umgeht, wo ich sag warum. Weil wie du sagst man können es sinnvoll integrieren und wir müssen nicht gleich angstvoll mit dem Thema umgehen, weil es wird immer noch einen Bereich geben, wo man selber textet, wo man selber arbeiten muss, wo man selber eine Kontrolle machen muss. Ich meine dein dein Lebensweg bis oder beruflicher Weg bis dahin war ja schon sehr umfangreich und zeigt ja auch, dass gewisse Dinge zwar automatisiert werden können, aber nicht alles kann von einer Maschine bestimmt werden deswegen. Ich denke auch, dass das Stichwort sinnvoll integrieren ist. Da glaube ich sehr, sehr entscheidend. Ja.

Oliver Puls
Genau das ist das zweite Große. Was das umtreibt, ist tatsächlich die Digitalisierung. Also nicht um unbedingt Kosten einzusparen, sondern einfach, weil man keine Leute findet. Also muss ich gucken, dass ich mit dem vorhandenen Personalressourcen schonend umgehe, ressourcenschonend umgehe und Dinge schaffe und insofern also ich sage mal so das beste Beispiel ist für mich momentan wir haben jetzt für unsere Telefonielösung mittlerweile sogenannte Telefonbots, die also ich nehme jetzt mal das Beispiel Rezept Anrufbeantworter beim Arzt, den kennt glaube ich jeder. Da ist es so Früher hat man einfach auf den Anrufbeantworter gesprochen, der wurde von der Arzthelferin abgehört und die musste dann deuten, was derjenige, wenn er noch nicht fit war, da so drauf gesprochen hat. Die Erkennung tatsächlich von diesen Bots ist deutlich besser. Also die verstehen zum einen Dialekte, zum anderen Fremdsprachen und halt auch wenn man nicht ganz so deutlich spricht, versteht er das auch bzw fragt dann noch mal zurück, dass man das noch mal wiederholen kann und macht dann im einfachsten Fall eine kleine E Mail raus, die dann an die Praxis geschickt wird, verschlüsselt oder drinsteht der Herr Puls mit dem Geburtsdatum hätte gerne das und das Medikament.

Sarah Thullner
Wow.

Oliver Puls
Das ist die Verordnung und das macht natürlich die Abarbeitung deutlich schneller. Also wenn ich davon ausgehe, dass so eine Praxis zwischen 80 und 90 Anrufbeantworter Nachrichten hat am Vormittag. Gigantisch, dass er Textnachrichten runtertippen kann. Und es gibt die Möglichkeit für die gängigen Programme, das sogar direkt in der Patientenakte einen Fleck gesetzt wird oder eine Notiz gesetzt wird und man dann quasi in der Software nur noch die Nachrichten abarbeiten muss, um die Rezepte oder Verordnungen zu erstellen.

Sarah Thullner
Das ist ja mal ein Zeitersparnis. Wahnsinn! Wow. Okay. Wahnsinn. Wahnsinn. Und dann ist auch nicht mehr so oft belegt bei der Praxis, weil wie oft haben wir dann das Thema, das dann immer belegt ist bei der Praxis und du rufst bestimmt 567 mal an und wenn du so was automatisieren kannst, ist natürlich gigantisch.

Oliver Puls
Also ja, das spart einfach. Es war so ich war. Wann war das denn? Montag war Muss ich kurz zum Zahnarzt und da saß der Arzt dann. Das war nach der Mittagspause, saß selber noch vorne und hat den Anrufbeantworter abgehört, weil zwei Sprechstundenhilfen krank waren. Oh yeah und sie nicht mehr vor und zurück wussten. Eine medizinisch technische Assistentin hat das Telefon gemacht, aber es war dann keiner mehr da um ihn ab abzuhören. Dann hat er halt selber gesessen.

Sarah Thullner
Und hat das gemacht.

Sarah Thullner
Das ist auch ein Bild für Götter. Hahaha.

Oliver Puls
Ja, aber auch die Branche spürt es halt leider Gottes mit den mit den Fachkräften und bei vielen anderen ist es ja genauso klar.

Sarah Thullner
Und dennoch ist so Automatisierung natürlich ein absoluter Mehrwert und auch super wirklich, wenn man das so umsetzen kann. Sehr spannend Und erzähl jetzt mal wie viel Mitarbeiter hat denn jetzt die CCA?

Oliver Puls
Also zu Höchstzeiten hatten wir mal sieben Mitarbeiter, dann sind durch persönliche Ereignisse. Meine erste Ehe ist in die Brüche gegangen. Stand ich dann eines Morgens mal ganz alleine hier in den Räumen? Hab mir dann tatsächlich über ein System aus Verbund erst mal Personal ausgeliehen und dazugebucht um damit es weiterging und habe dann sukzessive wieder Personal aufgebaut. Habe dann zu dem damaligen Zeitpunkt auch Kontakt aufgenommen zum Berufsförderungswerk. Das heißt das sind Leute, die einen Arbeitsunfall hatten oder tatsächlich erst mal in die Arbeit gebracht werden sollen. Die haben den Vorteil, dass man die zweimal drei Monate in Betrieb hat, beobachten kann, beurteilen kann. Und daraus haben wir tatsächlich schon erfolgreich Mitarbeiter akquiriert. So war der längste, der jetzt bei uns ist hat nächstes Jahr fünfjähriges also der ist jetzt viereinhalb Jahre.

Sarah Thullner
Na toll, das soll super.

Oliver Puls
Und die, ich sage mal die anderen, die im technischen Bereich die die hatten dann noch mal Größeres vor. Die sind dann zu größeren Firmen gewechselt, aber es war trotzdem für alle eine Win Win Situation. Weil sie waren dann immer noch mindestens zwei Jahre bei uns beschäftigt, bevor sie weiter sind. Aktuell sind wir tatsächlich bei vier Mitarbeitern, davon ein kaufmännischer Teil. Den übernimmt meine Frau. Also sprich das ganze Backoffice und Buchhaltungsgedröhne, das was mich von dem eigentlichen kreativ sein abhält. Und dann haben wir drei Leute im technischen Bereich, die sich halt um das die ganzen Themen kümmern Und ich bin tatsächlich eher so im Projektmanagement Bereich mittlerweile und im im ich sage mal Auftrags größeren Auftrags Entwicklungsbereich unterwegs. Das heißt also interessante Projekte im Bereich Digitalisierung oder IT Sicherheit kümmere ich mich drum. Nächste Woche fahre ich nach Süddeutschland.

Sarah Thullner
In meine.

Oliver Puls
Richtung.

Sarah Thullner
Kunden genau.

Sarah Thullner
Wohin geht's?

Oliver Puls
Nur in die Nähe von jetzt in dem Moment. Ich guck mal eben in die Email, wo wir hinfahren.

Sarah Thullner
Äh, spannend.

Sarah Thullner
Vielleicht wird es ja noch ein Live Meeting zwischen uns beiden, wenn du nicht weit weg bist.

Sarah Thullner
HHHHHHHHhh.

Sarah Thullner
Was ich nicht alles aus einem Podcast wieder ergeben kann.

Oliver Puls
Alles kann nichts.

Sarah Thullner
Muss. Genau so genau so.

Oliver Puls
Es ist in der Nähe von dir Bach Also ich habe mir ich fahr tatsächlich mit einem Wohnmobil. Da ich auch begeisterter Camper bin, habe ich in dir machen einen schönen Wohnmobilstellplatz im Weinberg aufgetan.

Sarah Thullner
A Klasse.

Oliver Puls
Und das ist in der Nähe von dir.

Sarah Thullner
Bach. Ja super, sehr sehr gut. Der Podcast heißt der Office Motivation Talk und der Mann merkte er an, dass so unglaublich viel Energie hast von dem was du erzählst und dass du da mit absoluter Leidenschaft dabei bist. Aber jetzt wissen wir ja alle weil man selbstständig ist, hat man nicht immer dieses diese Energie, dieses Positive. Was ist denn dein Motivator oder was ist dein Ausgleich zum Business? Erzähl mal was. Was? Was gibt es da?

Oliver Puls
Also mein Motivator morgens aufzustehen ist tatsächlich. Es gibt noch so viele nicht gut gelöste Probleme in der IT, die man einfach verbessern kann. Also nichts. Nichts rollt mir mehr die Fingernägel hoch wie ein schlechter analoger Prozess, der einfach nur digitalisiert wurde, ohne mal drüber nachzudenken, was man cleverer machen könnte. Genial. Und zum Ausgleich Tatsächlich mache ich einmal die Woche auch für den Rücken drei Stunden Yoga und wir haben drei Hunde, davon zwei Großpudel. Die brauchen natürlich auch entsprechend Bewegung. Das heißt, die Mittagspause wird sehr häufig im Wald verbracht. Wir haben ja schön im Ruhrgebiet schöne Waldgebiete und am Wochenende oder freitags morgens geht's meistens schon zu einem schönen Wohnmobilstellplatz. Dann machen wir übers Wochenende Camping. Meine Frau fährt leidenschaftlich gerne das große Wohnmobil und ich kann dann in der Zeit in Ruhe nacharbeiten. Da ich ja an der Quelle der Technik sitze, haben wir natürlich eine schöne Ausstattung, sodass man sowohl eine Videokonferenz machen kann als auch ich sag mal schnöde Rechnungen schreiben kann von unterwegs, um die dann elektronisch zu versenden. Und das ist so mein Ausgleich und meine Lebensqualität dazu.

Sarah Thullner
Gigantisch. Das hört sich gut an, das hört sich sehr sehr gut an, aber ja, man merkte an, dass das von nicht so viel braucht, weil du einfach absolut das liebst, was du tust. Das ist so spannend, wirklich. Und das Interessante ist jetzt auch für viele ist ja IT so ein Thema, wo man Angst vielleicht auch hat oder Respekt manchmal. Es kommt immer darauf an, wie man selber definiert und was ich, was ich auch immer in den Gesprächen mit dir so toll findet, du erklärst das so komplett von Anfang an, das heißt bei dir weiß man sofort wie was es geht und wie wie du es dir vorstellst und du nimmst jeden dazu, die bedenken das nicht verstehen zu können. Und das finde ich so unglaublich gut. Und erzähl mal wie, wie wie kam es dazu? Also bist du da irgendwann mal einfach? Hast du das selber gemerkt, dass Leute das wirklich von wie so ein kleines Kind erklärt bekommen müssen? Oder ist es schon immer so bei dir gewesen, dass du gesagt hast ne IT darf niemals irgendwelche Fragen noch offen lassen?

Oliver Puls
Also ich habe eigentlich immer schon so die Devise gehabt, egal welchen Bereich ich ausgeübt habe, der andere muss ein Stück weit. Der muss es nicht hundertProzentig verstehen, aber so ein Stück weit verstehen. Wo ist das Problem und warum ist das gerade so oder was ist der Nutzen? Insofern bemühe ich mich immer, dass das gelingt. Nicht immer, aber sehr oft so rüberzubringen, dass es halt die meisten Leute verstehen können oder halt auf Nachfrage dann noch mal ein bisschen anders erklärt. Also ich sag mal so ähnlich wie in einem Netzwerk kann man immer ganz gute Vergleiche ziehen mit einer Wasserleitung. Wenn einem viele Wasserhähne aufgedreht werden, geht halt die Geschwindigkeit runter, so mit einem Internetanschluss oder so, wenn da viele Leute darauf zugreifen. Da versuche ich immer Bilder zu finden und mich ärgert einfach, auch wenn ich in einem selber von einer Sache wenig Ahnung habe. Und ich sage mal glatt mir Heizung Sanitär habe ich keine Ahnung von Will mein Badezimmer neu machen lassen. Der erzählt mir dann irgendwas, was ich nicht verstehe und ist aber dann auch nicht in der Lage ist mir so zu vermitteln, warum das so gemacht ist.

Sarah Thullner
Keine Antwort bekommst.

Oliver Puls
Frag ich mich immer Warum soll ich dafür Geld ausgeben? Und das habe ich immer im Hinterkopf. Am Ende des Tages geben die Kunde ja Geld bei uns aus, also sollen sie auch ein Stück weit verstehen, wofür sie Geld ausgeben. Also so. Es gibt ja durchaus viele, die so unterwegs sind, die alles umhauen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Aber am Ende des Tages hat der Kunde, vielleicht weil man ihm nicht zugehört, nicht das gekriegt, was er eigentlich wollte. Also ab und zu muss man einfach auch mal den Kunden erzählen lassen. Der erzählt das dann manchmal sehr blumig oder sehr abstrakt. Aber am Ende des Tages versteht man dann doch, was er will Und manchmal will er gar nicht das, was er ursprünglich angefragt hat, sondern er will eigentlich was ganz anderes und hat aber nur gedacht, er braucht das.

Sarah Thullner
Und dann hast du die Lösung.

Oliver Puls
Ja genau dann hat man die Lösung. Oder man muss auch fairerweise sagen Dann sagen wir, da sind wir nicht der richtige Partner dafür. Da haben wir keine.

Sarah Thullner
Expertise.

Oliver Puls
Fraktion drin, keine Expertise.

Sarah Thullner
Drin. Ja.

Oliver Puls
Und das ist so, dass das finde ich halt immer noch ich sag mal so schade, dass es einige noch nach dem alten klassischen Verkäuferentum unterwegs sind. Also die würden auch einem Eskimo und Kühlschrank verkaufen. Ja, das ist schön, aber der Eskimo braucht den Kühlschrank halt nicht so genau.

Sarah Thullner
Genau. Genauso. Genauso? Ja, finde ich. Ich finde das wirklich so ein Mehrwert, den du da gerade sagst, dass man auch immer wieder mit Bedacht damit umgehen sollte, was man jemand anders auch verkauft und was man wirklich anbietet. Ob es von Nutzen ist, weil ich glaube das hält länger. Wenn du mit Bedacht an solche Situationen ran gehst und auch noch mal vielleicht noch mal ein drittes Mal hinterfragst, was ist das Ziel davon? Wo wollen wir denn hingehen? Wirklich oder wie? Wie möchte Ihr Unternehmen vielleicht auch wachsen oder expandieren? Und wo sehen Sie sich denn in drei Jahren, dass man da im Gedächtnis bleibt und dass es hieß Ah, der Herr Puls, der hat mich so gut beraten und ich bin seit drei Jahren so sicher mit meiner IT, dann bleibt man im Gedächtnis und dann wird man, glaube ich, auch wieder gebucht oder auch weiterempfohlen. Ich glaube, dass schon sehr, sehr große Mehrwerte. Ja, absolut.

Sarah Thullner
Ja.

Oliver Puls
Also das ist tatsächlich so, also wir haben immer noch sehr viel Empfehlungen und wir haben tatsächlich einen sehr treuen Kundenstamm. Also es gibt. Kaum ein Kunden, der weniger als zehn Jahre bei uns.

Sarah Thullner
Wow!

Sarah Thullner
Wow, da kannst du dir aber auch selber mal echt ordentlich auf die Schulter klopfen. Das ist ja traumhaft.

Oliver Puls
Dass die auch tatsächlich alle Höhen und Tiefen mal miterlebt haben, wo der Herr Puls ganz alleine auf der anderen Seite stand.

Sarah Thullner
Ja Wahnsinn. Wahnsinn. Und du hast dich da selber wieder hochgearbeitet. So nenne ich es jetzt mal so salopp und der wieder dein eigenes Unternehmen aufgebaut. Das ist auch schon echt sehr motivierend. Wirklich?

Sarah Thullner
Ja.

Oliver Puls
Na ja, gut, man muss dazu sagen, es war schon eine bewegende Zeit zu dem Zeitpunkt, da hatte ich tatsächlich selber auch eine schlechte Phase. Und wenn ich da keinen guten Freund gehabt hätte, der mir so quasi den Rettungsanker zugeschmissen hat und mir einmal den Kopf geradegerückt hat, dann ja, muss man ganz ehrlich sagen, wäre ich heute nicht mehr hier, dann würde ich euch von oben zugucken und dann gäbe es auch die Firma nicht mehr.

Sarah Thullner
Also wow.

Oliver Puls
Das hat hat genutzt und dann habe ich sie auch wieder aufgebaut.

Sarah Thullner
Super.

Oliver Puls
Und ja, wir sind mit Spaß dabei. 16 Jahre sind wir. Wir dürfen jetzt bald auch die härteren Sachen trinken. Alcopops dürfen wir schon haben und.

Sarah Thullner
Und in zwei Jahren ist die Volljährigkeit da. Das ist doch.

Oliver Puls
Genau in zwei.

Sarah Thullner
Jahren zur.

Oliver Puls
Volljährigkeit.

Sarah Thullner
Damit. Nein, aber gut.

Oliver Puls
Macht immer noch Spaß. Morgens aufzustehen muss man sein.

Sarah Thullner
Oliver vielen Dank, dass du auch so unglaublich ehrlich jetzt mit uns warst und den Zuhörern und uns da wirklich hast einblicken lassen, Weil ich glaube, das ist genau das Entscheidende, wenn man egal wo der Zuhörer gerade steht, an welchem Punkt aber vielleicht schon jahrelang selber selbstständig ist oder vielleicht auch ein Anfänger, der gerade mit Bedenken noch so ein bisschen rangeht, ist das so unglaublich motivierend von Menschen, die Geschichte zu hören und zu erfahren, wie denn deren Weg ging und dass das so ehrlich mit uns war. Vielen, vielen Dank Und du weißt ja, ich komme aus dem Onlinebusiness und ich habe immer so die Angewohnheit, dass ich den Podcast abschließen möchte mit folgender Frage Stell dich doch bitte mit drei Hashtags vor oder Was sagen denn deine Kunden mit drei Hashtags über dich? Leg doch mal los Hashtag eins Kommt er von dir oder vom Kunden?

Oliver Puls
Herr Steck eins kommt von mir am Puls der Zeit. Hashtag zwei kommt sowohl von mir als auch von den Kunden. Das sind die Vitamine für die IT und da kriegen wir tatsächlich auch immer mal wieder nette Rückmeldungen zu.

Sarah Thullner
Finde ich auch super. Den Namen und Hashtag drei.

Oliver Puls
Gibt es wieder von mir, wobei das auch im Feedback kommt Ehrliches Verkaufen.

Sarah Thullner
Ehrliches Verkaufen Mit diesem Abschluss, ehrliches Verkaufen danke ich dir für deine Zeit und für deine Ehrlichkeit hier in unserem Podcast. Und ja, wünsche dir einen schönen Tag und vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

Oliver Puls
Ja bis zur nächsten Folge. Vielen Dank!