Happy Business

Folge #neueWege // Innere Ruhe statt Karriere-Druck mit Dr. Waltraud Zopf

Sarah Thullner Season 2 Episode 3

In dieser Interviewfolge von Happy Business spreche ich mit Dr. Waltraud Zopf – ehemals Medizinerin, heute Autorin und Mentorin für innere Ruhe, Klarheit und mutige Lebensentscheidungen.

Waltraud nimmt uns mit in ihre Geschichte: vom Traum einer chirurgischen Karriere über die Realität im Kliniksystem bis hin zu einem Weg, der sich nicht mehr nach „sollte“ anfühlt, sondern nach wirklich, wirklich, wirklich wollen.

Ein Satz eines Kollegen wird zum Wendepunkt:
 „Ich kann keine drei Wochen Urlaub nehmen, sonst fange ich an, über mein Leben nachzudenken.“

🎧 Hör rein, wenn dich echte Lebenswege, Klarheit und mutige Entscheidungen inspirieren – mit Humor, Leichtigkeit und Tiefgang.

Wir sprechen darüber, was es bedeutet, sich zu trauen, hinzuschauen – und wie aus diesem Mut ein kompletter Richtungswechsel entstehen kann: raus aus der Festanstellung, hinein ins Schreiben, ins Mentoring und in ein Leben, das sich wie ein Privileg anfühlt.

In dieser Folge erfährst du unter anderem:

  • warum Waltraud sich gegen die chirurgische Laufbahn entschieden hat – und damit Frieden geschlossen hat
  • wie sie vom Gesundheitswesen zur Autorin wurde (und warum ihr erstes Buch aus einem Webinar entstand)
  • weshalb sie unter Pseudonymen schreibt und wie sie damit verschiedene Themenwelten abbildet

Zum Abschluss gibt Waltraud eine Botschaft mit, die hängen bleibt:
Du bist wertvoll. Du bist genau richtig. Und du darfst deinen Weg gehen – mit allen Umwegen und Richtungswechseln.

Details zue Interviewpartnerin: 
Dr. Waltraud Zopf ist Autorin, Mentorin und Medizinerin. Als Medizinerin hat sie viele Jahre die Gesundheitsversorgung für Deutschland mitgestaltet, bis sie 2024 ausgestiegen ist, um das zu tun, was sie von Herzen liebt. Heute ist sie mehrfache Autorin, hilft anderen, ihre Geschichten und Bücher zu veröffentlichen, und begleitet als Mentorin wundervolle Menschen auf dem Weg zu mehr innerem Frieden. 

Unter den Homepages www.born-for-books.com und www.die-gamechangerin.de könnt ihr sie gerne kontaktieren.




Schön, dass du meinem Podcast "Happy Business" hörst!

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Ich freue mich auf den Talk mit Dir,
Sarah Thullner

Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit




Sarah Thullner:
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom HappyBusiness Podcast, dem Podcast mit Humor und Leichtigkeit. Heute habe ich wieder eine wunderschöne Interviewfolge für euch mit Waltraud Zopf. Eigentlich muss ich korrekt sagen Dr. Waltraud Zopf, eine Medizinerin, ist heute an meiner Seite. Aber in dem Sinne gebe ich schon direkt das Wort an dich weiter. Waltraud Ich glaube, es ist besser, wenn du dich unseren Zuhörern vorstellst. Herzlich willkommen, liebe Waltraud.

Waltraud Zopf:
Liebe Sarah, vielen, vielen Dank, dass ich heute hier sein kann mit Dir dieses Gespräch aufnehmen kann, euch ein bisschen was von mir und meiner Geschichte erzählen kann. Da freue ich mich wirklich sehr drüber. Ja, du hast es schon gesagt, Dr. Waltraud Zopf. Ich bin tatsächlich. Und so hat mein Berufsweg angefangen. Ich bin Medizinerin oder ich sage immer, ich war Medizinerin, weil jetzt mache ich tatsächlich was ganz anderes.

Sarah Thullner:
Erzähl mal, lass uns reinhören. Wie kam es zum Titel? Warum, Doktor? Was war da deine Intention? Wie? Wie ist das abgegangen damals? Erzähl.

Waltraud Zopf:
Ja. Also, ich habe natürlich nach der Schule mir auch überlegt, was mache ich jetzt? Was interessiert mich. Und Medizin hat mich schon immer interessiert. Wir hatten Mediziner in der Familie bzw unter den Freunden meiner Eltern und das fand ich immer super spannend und besonders hat mich die Chirurgie interessiert. Also wenn es anders gelaufen wäre, dann wäre ich vielleicht eine chirurgische Chefärztin an irgendeiner großen Klinik. Das war tatsächlich lange mein Ziel und dieses Ziel hat sich dann aber geändert, weil ich am Ende von meinem Studium schon meinen Sohn auf die Welt gebracht habe. Also da kam schon mein Sohn Und während ich dann meinen Doktortitel gemacht habe, also nach dem Examen, da hatte sich das schon irgendwie herauskristallisiert, dass ich eine Doktorarbeit mache. Hatte auch ein Thema gefunden, was mich da sehr interessiert und die habe ich dann fertig gemacht und währenddessen ist meine Tochter auf die Welt gekommen. Das heißt, ich habe mein Studium quasi abgeschlossen und hatte dann schon zwei Kinder.

Sarah Thullner:
Wahnsinn mit als zweifache Mama. Studium abschließen. Und ich glaube, unsere Zuhörer wissen, ein Medizinstudium ist nicht ohne. Also das müssen wir gar nicht schönreden, Das ist intensiv und das noch mit zwei Kindern. Hut ab! Hut ab! Waltraud Wirklich? Wirklich? Und ist dann ist dann die Intention aufgrund der der Gründung der Familie dann haben sich die dann verändert oder was war dann, was dich angetrieben hat, dann doch noch mal in eine andere Richtung zu gehen?

Waltraud Zopf:
Ja, also wenn man Chirurgie wirklich verfolgt, dann muss man im Leben glaube ich viele Abstriche machen. Also erstmal ist es so, dass wenn man mit dem Studium fertig ist, dass dann ja erst die Ausbildung zur Chirurgin beginnt. Ja, also man beginnt dann eine Facharztausbildung, egal ob man jetzt Chirurg wird oder ob man Kinderarzt wird oder ob man Hausarzt wird, es schließt sich einfach eine Ausbildungszeit an und in dieser Ausbildungszeit hat man viele Nachtdienste, hat man viele Wochenenddienste und die Chirurgie ist natürlich besonders unplanbar, weil wenn man im OP steht, dann kann man nicht um 16:00 an der Kita sein, wenn es Probleme gibt. Ja und genau das war dann so ein bisschen so, dass ich gesagt habe, es ist okay. Also ich habe genug Praktika in der Chirurgie gemacht. Ich habe dann tatsächlich auch erst mal in der Forschung gearbeitet, die sehr nahe an einem chirurgischen Team dran war. Also das war ganz schön. Das heißt, ich habe mit vielen chirurgischen Kollegen zusammen gearbeitet, habe aber einen wirklich geregelte Arbeitszeiten gehabt, so dass ich mich um meine Kinder kümmern konnte, sie nachmittags von der Kita abholen konnte und hab da einfach gemerkt, es ist okay, wenn ich das nicht mache. Und das war auch ganz wichtig, damit Frieden zu schließen. Nicht, wollte.

Sarah Thullner:
Ich gerade fragen, war das wahrscheinlich dann aber auch wichtig zu sehen, dass es herausfordernd ist? Oder? Das kann man sich, glaube ich. Also ich habe auch Freunde, die Mediziner sind. Ich glaube, man kann sich das vorher im Studium gar nicht vorstellen, wie dann die Realität in der Klinik in der Praxis so wirklich ist, oder? Ja, also ja.

Waltraud Zopf:
Und ich bin unheimlich dankbar dafür, dass ich diesen, diesen Job und diese dieses Forschungsprojekt so nah an der Chirurgie dran hatte, weil ich dort einfach die Chirurgie aus einer Perspektive beobachten und erleben konnte, die mir diese Reflexion ermöglicht hat. Und eine Situation war ganz, ganz besonders. Ja, ich hatte einen Kollegen und da ging es um die Urlaubsplanung. Und er hat, der war kurz davor, Oberarzt zu werden. Ja, und der hat gesagt, ich kann keine drei Wochen am Stück Urlaub nehmen, sonst fange ich an, über mein Leben nachzudenken.

Sarah Thullner:
Wow, was für ein Satz! Ja, was.

Waltraud Zopf:
Für ein Satz. Und ich bin heimgegangen. Ja, also das war wirklich so, dass ich gedacht habe, der weiß, dass er in dieser Mühle drinsteckt. Der weiß, dass es was anderes gibt. Und er traut sich nicht, das zu denken. Und er kann maximal. Der hatte auch kleine Kinder und alles. Ja, aber der war so gefangen in diesem System und hat die Ahnung gehabt, dass das echt gefährlich ist, wenn er anfängt darüber nachzudenken, was es noch alles für Möglichkeiten gäbe. Ja.

Sarah Thullner:
Darf ich fragen, was der Satz mit dir gemacht hat? Weil er ist ja schon extrem.

Waltraud Zopf:
Ja, ich habe über mein Leben nachgedacht.

Sarah Thullner:
Okay?

Waltraud Zopf:
Und ich habe mich getraut, über mein Leben nachzudenken. Ja. Und ich habe mich getraut, darüber nachzudenken, was es bedeutet, wenn ich diese chirurgische Laufbahn eingehe, wie viel ich dann zwar sage ich mal, an Erfolg, an Ansehen bekomme. Aber wie viel ich mich im Zweifelsfall auch in einer immer noch männerdominierten dominierten Domäne vielleicht durchsetzen muss. Ja, wie ich. Ich habe den die Grabenkämpfe erlebt. Ja, das ist einfach so Ich habe erlebt, wie Chefs bestimmte Kollegen bevorzugen und andere nicht. Das ist einfach eine wirklich herausfordernde Welt. Ja, und ich wusste auch oder habe geahnt, was das dann auch für meine Kinder bedeutet. Ja, also wie viel weniger Zeit ich mit denen verbringen würde. Und irgendwann war das dann einfach so, dass ich gesagt habe okay, es ist okay, nicht rogen zu sein. Ich werde das dann auch nicht bereuen. Sondern ich habe hier genug davon gesehen und jetzt kann ich was anderes machen. Und genau das habe ich dann auch gemacht. Ich bin dann tatsächlich auch aus der Klinik weggegangen und bin ins Gesundheitswesen gegangen. Ich habe bei einer großen Krankenkasse gearbeitet, viele Jahre auch später bis hoch an die Politik ran. Gesetze umgesetzt, mit mit interdisziplinären Teams gearbeitet, um Gesundheitsversorgung für letztendlich 80 Millionen Menschen in Deutschland zu gestalten und umzusetzen und zu verbessern.

Sarah Thullner:
Würdest du sagen, da hat dir aber der Klinikalltag und die ganzen Herausforderungen, die du hattest, gutgetan, um da gute Entscheidungen zu treffen? Also, dass sie positiv für deine Entscheidungstreffen in der Entscheidungsfindung beigetragen haben?

Waltraud Zopf:
Absolut. Also das ist sowieso etwas, wovon ich im Leben überzeugt bin. Alles, was du erlebst und alles, was du tust, ist dir von Nutzen. Ja, das ist. Nichts ist verkehrt, Nichts ist schade, Nichts ist falsch. Ja, sondern alles ist etwas, was sich zusammen, was zusammenwirkt. Ja, was dich ausmacht? Am Ende ja, wodurch du lernst und Qualitäten entwickelst. Und genau so war das da auch. Meine Forschungszeit hat mir die Herausforderungen der Ärzte gezeigt, hat mir die Herausforderungen der Patienten gezeigt, hat mir die Herausforderungen des ganzen Zusammenspiels in unserem Gesundheitswesen gezeigt. Und das habe ich dann eingebracht, als ich ja als ich Gesundheit gestaltet habe. Ja.

Sarah Thullner:
Das war schön. Es gibt ja so oft die Bezeichnung. Ich habe bereut, dass so wie ich dich jetzt wahrnehme, ist, gibt es für dich diesen Wortlaut wahrscheinlich gar nicht, sondern es hat alles seinen Sinn, wie die Wege gestaltet worden sind von dir und hat alles aufeinander aufgebaut. Wahrscheinlich. Oder wie würdest du es betiteln?

Waltraud Zopf:
Absolut, absolut. Ich bin im Sommer von einer Freundin gefragt worden, die gesagt hat, sie sammelt jetzt irgendwie für ihren Sohn. Der 18 wird so ein Glas, wo lauter Leute reinschreiben was sie anders machen würden in ihrem Leben. Einfach noch mal so als Tipp.

Sarah Thullner:
Wow, okay, das.

Waltraud Zopf:
War so ein nettes Geschenk. Also einfach so die Learnings zu sammeln von Älteren, von lauter Menschen und die jemandem zu schenken, der gerade in sein Erwachsenenleben startet. Und ich habe zu ihr gesagt Es tut mir leid, ich kann da kein Learning draufschreiben, ich würde nichts anders machen. Ich Mein Leben ist genau so richtig, wie es passiert ist. Ja, es gab nichts zu ändern.

Sarah Thullner:
So schön. Waltraud, Das ist so ein schöner Satz, weil man dann merkt man, dass du wirklich mit allem so fein bist, was war und ist. Das ist schön. Das ist wirklich schön. Ich glaube, da sind ganz viele Menschen noch ganz weit weg davon. Weil ich glaube, dieser innere Frieden ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor für sich selbst. Und ich glaube für sein Sein auch ganz wichtig. Schöner Satz, Waltraud. Sehr schöner Satz.

Waltraud Zopf:
Ja, und ich kann ein bisschen einfach erzählen, wie der Weg dann weiterging.

Sarah Thullner:
Bitte. Wir sind alle neugierig, weil ich glaube nicht, dass er da aufhört. Weil ich habe ja vorher nur Medizinerin gesagt, aber ich hatte ja auch noch einen Vorstellungsbereich ja reinnehmen dürfen. Und jetzt sehe ich, nehme ich an, da gibt es ja auch noch so was wie Autoren. Und es gibt ja auch noch die Bezeichnung Mentorin. Mit was wollen wir weitergehen? Mit der Mentorin oder mit der Autorin?

Waltraud Zopf:
Ich denke, wir gehen mit der Autorin weiter.

Sarah Thullner:
Super, sehr spannend. Klär uns auf. Was hat es damit jetzt auf sich? Weil das ist ja schon von der Medizinerin zur Autorin doch noch mal ein ganz schöner Wandel.

Waltraud Zopf:
Ja, das ist tatsächlich so und man lebt dann so sein Leben, sage ich immer, wie alle das tun. Und man geht jeden Tag ins Büro und man kümmert sich um die Kinder und macht so sein Ding. Ja und trotzdem ist irgendwo dieses leise Was will ich wirklich? Wirklich, wirklich? Ist es das? Was, wofür ich hier bin? Ja, und bei mir war das auch so, das ist immer lauter geworden. Und es sind dann auch, sage ich mal, Menschen im nahen Umfeld sehr überraschend verstorben. Ein Bekannter, der wirklich zehn Tage bevor er in Rente gegangen ist, vom Baum erschlagen wurde. Ja, ein Freund, der sich das Leben genommen hat. Ja, und das sind einfach so Dinge, die passiert sind und die dir klar machen, du hast dieses eine Leben.

Sarah Thullner:
Ja, es ist nicht unendlich.

Waltraud Zopf:
Es ist nicht unendlich. Ja, und es ist auch so, dass ich empfinde es. Das Leben, das wir jetzt haben, ist ein unglaubliches Privileg. Wir leben in so viel Sicherheit. Wir haben so, wir haben, wir haben alles, was wir brauchen. Wenn wir jetzt nicht das tun, was wir wirklich, wirklich, wirklich wollen, dann ist das eine Beleidigung gegenüber dem Leben. Es ist so und es war für mich dann so, dass ich einfach immer mehr mich gefragt habe Was will ich wirklich, wirklich, wirklich?

Sarah Thullner:
Hat deine Stimme in dir ganz laut geschrien oder Ja.

Waltraud Zopf:
Und Schreiben war das, was ich immer machen wollte. Ich liebe Bücher, Ich liebe Worte. Ich liebe, ich liebe schreiben. Und ich wollte immer Bücher schreiben. Das wusste ich. Und gleichzeitig war es auch so, dass ich immer näher an Menschen arbeiten wollte. Ich wollte mit Menschen arbeiten und vor allen Dingen wollte ich Menschen begleiten zu mehr Ruhe und Frieden in ihrem Inneren. Ich habe einfach so oft erlebt, wie die Gedanken in deinem Kopf so ein riesengroßes Hindernis werden. Wie sie ein Hindernis werden, deine Ziele zu erreichen. Wie sie dich davon abhalten, glücklich zu sein, in Ruhe zu sein, bei dir zu sein. Ja, und.

Sarah Thullner:
Wie bei dem Satz von deinem Kollegen.

Waltraud Zopf:
Ja, ja.

Sarah Thullner:
Ja.

Waltraud Zopf:
Genau.

Sarah Thullner:
Ja.

Waltraud Zopf:
Das ist so, ja. Und ich habe gemerkt, dass ich sehr gut mit Worten arbeiten kann. Und während ich natürlich immer in Teams gearbeitet habe, war ein großer Teil meiner Tätigkeit. Hast du das akustisch drin gehabt?

Sarah Thullner:
Ja.

Waltraud Zopf:
Dieses Pling.

Sarah Thullner:
Ach so, das ist nicht schlimm. Das ist gar nicht schlimm, das Pling! Das kann man rausfiltern. Alles gut. Während der. Genau. Steig noch mal ein. Mit Arbeit. Mit deinen Teams. Genau.

Waltraud Zopf:
Während ich mit meinen Teams gearbeitet habe, habe ich gemerkt, wie viel Anteil eigentlich ich Lebensbegleitung mache oder ich als Mentorin tätig bin. Ja, und ich habe gemerkt, eigentlich muss ich da nur noch ein Preisschild dran machen. Ja, ich habe mich so viel und so intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, mit Methoden und Strategien. Das habe ich. Ich habe schon in der Schule Leadership Kurse besucht, weil das einfach etwas war, was unsere Schule angeboten hat.

Sarah Thullner:
Wow. Okay, das war auch außergewöhnlich und schön.

Waltraud Zopf:
Seven Habits of Highly Successful People war was, was ich mit 16 schon gelesen habe.

Sarah Thullner:
Ja.

Waltraud Zopf:
Und das war für mich und es. Es hört sich immer so merkwürdig an, und für mich war das so normal. Das heißt, ich hatte so viel Wissen über die Jahre aufgebaut, dass es ganz natürlich war, dass alle Menschen im beruflichen Kontext auch immer mal wieder mit ihren Konflikten, ihren Problemen, ihren Themen zu mir gekommen sind und ich denen, sage ich mal, immer erlebt habe, dass ich ihnen weiterhelfen konnte.

Sarah Thullner:
Das war schon sehr früh. Ja, ich kann sagen, das weißt du, hast dann im Prinzip schon sehr früh wohl als darf ich das so betiteln, Ratgeberin oder wie würdest du es sagen? Mentorin ist ja ein Wort, was wir ja noch nicht lange, glaube ich, in unserem deutschen Umfeld haben. Es gibt es zwar schon, aber ich glaube, so richtig bekannt, was eine Mentorin ist, wissen noch nicht alle wirklich da draußen. Ich glaube, es wird immer mehr und Corinna hat das, glaube ich, ein bisschen, ich nenne es jetzt mal befeuert, dass es mehr wissen, aber Ratgeberin vielleicht war ist das eine Betitelung, die du früher so hattest, dann in deinem Umfeld?

Waltraud Zopf:
Ja, das. Das würde es wahrscheinlich ganz gut treffen. Ja, es ist natürlich immer so ein Spannungsfeld. Verwendet man das Wort Coach? Ja, aber ich.

Sarah Thullner:
Verstehe mich.

Waltraud Zopf:
Nicht. Ich. Ich. Ich finde das immer schwierig. Ja, Früher habe ich gesagt, ich bin Mindset Coach und vielen hilft das auch, weil sie dann einfach ungefähr wissen, was ich mache. Ja, aber ich habe keine Ausbildung in eine bestimmte Richtung. Ich halte das auch nicht für sinnvoll, weil man dann nur Prinzipien überstülpt. Ja, sondern es geht darum, dass wir den Menschen abholen, wo er ist, dass wir erkennen, wo er steht und dass wir dann aus einem. Und so mache ich das aus einem riesengroßen Portfolio an Übungen und Perspektivenwechseln. Jemandem helfen, den Schritt zu gehen, den er braucht, um zu mehr Ruhe zu kommen, um zu dem Ergebnis zu kommen, das er braucht. Ist ganz witzige Situation, die ich, die ich in einem unserer Teammeetings mal hatte, war, dass jemand gesagt hat Es ist egal, wie alt du bist. Man hat immer das Gefühl, du bist die weise alte Frau.

Sarah Thullner:
Echt? Und spannend war.

Waltraud Zopf:
Wirklich was, wo ich gesagt habe. Ich meine, viele wären so beleidigt gewesen. Ja, ich war damals vielleicht 35..

Waltraud Zopf:
Ja, aber heute, finde ich, passt es eigentlich so gut dazu, weil ich einfach so viel Ruhe in mir selber habe, dass ich genau das weitergeben kann. Dass ich aus dieser Ruhe und aus diesem Frieden für andere da sein kann und ihnen mit ihren Schwierigkeiten helfen kann, ohne dass sie mich berühren, ohne dass es, sage ich mal, ich noch Themen habe. Und wenn, dann weiß ich genau, wie ich die Abgrenzung und wie ich mich um meine eigenen Themen kümmern kann. Ja.

Sarah Thullner:
Ich glaube, das ist auch unglaublich wichtig, wenn man anderen Menschen hilft, dass man nicht mit seinen eigenen Themen mit reingeht. Also ich glaube, das ist die, die finde ich wichtigste Aufgabe, egal wie wir es betiteln, ob Mentorin, Coach, Trainerin, Beraterin, dass du nie in der eigenen Perspektive bleibst, sondern immer bei deinem Gegenüber. Und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt, wo sich die Spreu vom Weizen bei uns trennt. Weil wir. Weil du es ja vorhin so schön auch noch mal ausgesprochen hast mit diesem Coach. Wir haben ja in Deutschland so eine Thematik mit Coaching. Vor allem hat man es glaube ich auch leider auch wieder in der Corona Pandemie, dass ganz viele Coaches entstanden sind, die aber oft glaube ich mit ihren eigenen Themen noch so zu kämpfen haben und gar nicht Neutral jemandem helfen können, sondern vielleicht auch immer aus der eigenen Intention. Und da ist es natürlich wunderbar, wie du das gerade formuliert hast, dass du deine eigenen Themen, wenn du sie hast, wenn sie hochploppen. Man hat ja manchmal so ein paar Learnings ja damit umgehen kannst. Aber niemals hier reinnimmst in die Arbeit mit deinen Kunden und Klienten. Wie betitelst du sie? Sind es Kunden? Klienten? Wie nennst du sie, wenn du Kunden hast?

Waltraud Zopf:
Wenn, dann sind es Kunden. Genau. Genau. Letztendlich wunderbare Menschen.

Sarah Thullner:
Aber auch schöne.

Waltraud Zopf:
Wunderbare Menschen. Ja, die alle.

Sarah Thullner:
Wie sieht denn so eine, so eine Arbeit mit dir aus? Wie darf man sich das denn vorstellen? Weil vielleicht interessiert das jetzt gerade die Zuhörer wie Wie läuft es denn bei dir ab?

Waltraud Zopf:
Also wie das abläuft ist, dass es auf jeden Fall einfach ein offenes, ehrliches, kostenloses erstes Gespräch gibt. Schön, wenn du mit mir zusammen arbeitest. Dann musst du das Gefühl haben, dass das passt. Ich muss dir nichts verkaufen. Du bist heile und ganz und richtig so wie du bist. Wow.

Sarah Thullner:
Schön.

Waltraud Zopf:
Und die Herausforderungen, die du hast, die darfst du ganz offen aussprechen. Und das ist schon mal ein ganz erster Schritt. Weil das, was ich aus meinem Arztberuf mitgenommen habe, ist die Schweigepflicht.

Sarah Thullner:
Oh ja.

Waltraud Zopf:
Das ist etwas. Ich poste zum Beispiel keine Themen meiner Kunden. Ich erzähle niemandem über die Themen meiner Kunden. Die Welt ist viel zu klein. Es sind so viele Rückschlüsse, die sich so automatisch ziehen lassen. Das heißt, über diese Arbeit gibt es ganz wenig Außenkommunikation, damit meine Kunden, wenn sie kommen, einfach 100 % sicher sein können. Alles bleibt hier. Schön.

Sarah Thullner:
Sehr schön.

Waltraud Zopf:
Dann kann ich einen Vorschlag machen und kann sagen Ich habe eine Idee, wie wir das Problem, das Thema angehen können. Und der andere entscheidet, ob das für ihn passt oder nicht. Und es gibt auch keine Pakete. Also du musst dich nicht für ein zehn Wochen Paket mit mir entscheiden. Du musst nicht ein Jahr mit mir zusammen arbeiten, sondern es geht darum, dass es zu deinen Bedingungen passiert und passt schön. Und so möchte ich arbeiten, weil das ist etwas, was ich. Wir hatten das ganze Thema Coaching erlebe. Ja, und je mehr man in dieser Bubble drin ist oder Berührung damit hat, sieht man, was damit getrieben wird. Und es ist kein geschützter Begriff. Wenn du zu einem Arzt gehst und zu einem Gastroenterologen gehst, dann weißt du, was der für eine Ausbildung hat. Dann weißt du, was der für einen Job hat. Dann weißt du, dass es Leute gibt, die das ganz eng prüfen, was der tut. Ja, und das ist in dem ganzen Coachingbereich gibt es das einfach nicht. Nein. Jeder kann sich hinstellen, kann sich diesen Titel geben. Ja. Deswegen versuche ich weitestgehend darauf zu verzichten. Ja, sondern ich bin Mentorin. Ich begleite dich zu deinen eigenen Bedingungen. Und so entsteht die tollste und die fairste Zusammenarbeit. Absolut, aus der jemand dann rausgehen kann und sagen kann Ich bin so froh, dass ich dich getroffen habe.

Sarah Thullner:
Oh wow, das sind, glaube ich, die schönsten Worte, oder? Wenn man die aus seiner Arbeit bekommt. Das ist. Das berührt, glaube ich auch sehr, oder?

Waltraud Zopf:
Und dann einfach zu sehen. Häufig kann man sich selber ja gar nicht so gut sehen. Ja, also wir sehen auch nicht unseren eigenen Fortschritt. Wir sehen unsere Momentaufnahme, wir sehen unsere eigenen Probleme. Wir sehen auffällig oft sehen wir nur das, was wir nicht können und nicht das, was wir alles können.

Sarah Thullner:
Oh ja. Oh ja. Oh ja.

Waltraud Zopf:
Und als als. Als Mentorin spiegele ich das oft auch wenn ich Kunden über längere Zeit begleite, dann mache ich das manchmal, dass ich so Revue passieren lasse, dass ich einfach noch mal sage Guck mal, wo wir gestartet sind. Und dann spiele ich in meinen Notizen und sage Das waren die Probleme, die wir noch vor einem halben Jahr diskutiert haben. Und die Kunden können sich da manchmal gar nicht so dran erinnern. Und es entsteht dann so ein Aha, Moment. Ja, dann einfach noch mal zu sagen Hey, guck mal, wie du dich weiterentwickelt hast, wie du gewachsen bist. Ja, und das kann.

Sarah Thullner:
So hilfreich sein, oder Das kann so hilfreich sein, da noch mal zurückzuschauen. Weil uns ist glaube ich, manchmal gar nicht bewusst, was wir schon alles geleistet und gemacht haben und getan haben und verändert haben und und dann jemand an der Seite zu haben, der das so ganz neutral noch mal für einen ausspricht und sagt schau dir das mal an und die Themen haben dich nächtelang nicht schlafen lassen, die haben dich vielleicht gar nicht in deine Pracht bringen lassen, nicht zugelassen, dass du einen Berufswechsel vielleicht auch ausführst oder dass du. Dass du vielleicht wirklich. Manchmal gibt es ja auch Partnerschaften, die einen nicht glücklich machen. Und man darf daraus ersehen, man hat es wieder hinbekommen, weil man selber wieder im Reinen mit sich ist. Oder man musste halt auch mal den Weg gehen und sagen, dann trennt man sich, weil man sich nicht mehr gut tut. Ja, das kann ja auch mal passieren. Und das ist so schön, wenn dann jemand von außen einem noch mal zeigt, was man alles geschafft hat. Wahnsinn. Wahnsinn. Schön.

Waltraud Zopf:
Und das ist auch etwas. Manchmal brauchst du einfach nur jemanden, der hinter dir steht.

Sarah Thullner:
Ja, ja, ja.

Waltraud Zopf:
Weil du selbst nicht hinter dir stehen kannst. Und weil du sonst keinen hast, der hinter dir stehen kann. Und das ist etwas, was ich auch in Deutschland stark erlebe. Ja, und wir sind jetzt hier in Baden Württemberg, da ist das noch ein bisschen extremer. Ja, da habe ich den Spruch Ich bin nicht geboren hier. Ja, aber ich habe hier den Spruch kennengelernt Nix geschwätzt ist genug gelobt. Also wenn man nichts sagt, hat man schon Wertschätzung ausgesprochen.

Sarah Thullner:
Und ganz fürchterlicher Spruch Ich kriege.

Waltraud Zopf:
Ich kriege wirklich. Es zieht sich alles in mir innerlich zusammen, weil. Was brauchen wir? Was brauchen wir so dringend? Wir brauchen diese gegenseitige Bestärkung. Wir brauchen jemand, der uns sagt Du bist gut, wie du bist. Du machst es gut. Ja, du gehst den Weg gut. Und zwar authentisch und ehrlich und echt.

Sarah Thullner:
Oder auch mal jemanden, der einen vielleicht ein bisschen lenkt auf dem Weg und sagt Du, du darfst jetzt gerade vielleicht übers Kopfsteinpflaster mal holprig drüber. Und danach wird es dann aber wieder auch ein Weg, der geteert ist und wieder einfacher. Also ich glaube, das hilft manchmal auch ungemein. Also ich kann das aus eigener Erfahrung absolut sagen. Mir hat das sehr, sehr geholfen und ich bin dafür total dankbar. Wenn man jemanden so an der Seite hat und ja, es ist echt wertvoll. Darf ich noch fragen, wie ist das bei dir? Ist man dann. Geht man dann wirklich zu seiner eigenen Intervallintention nach? Also wenn ich jetzt sage, ich bräuchte wöchentlich ein Gespräch oder ich bräuchte vielleicht alle zwei Tage mit dir ein Gespräch. Ist das oder gibt es da irgendwelche Voraussetzungen, Was das noch betrifft mit der Zusammenarbeit mit dir?

Waltraud Zopf:
Das machen wir wirklich möglich. Also ich habe das schon bei Kunden erlebt, die gesagt haben, ich brauche das jede Woche oder ich brauche das zweimal in der Woche. Dann habe ich gesagt okay, wir fangen damit an und dann dauert es nicht lange, dann stellt man fest okay, man steht doch relativ gefestigt auf eigenen Beinen. Und plötzlich reicht es. Einmal in der Woche. Plötzlich reicht es alle zwei Wochen. Und diese Dynamik zuzulassen, Ja, das ist absolut, absolut wichtig. Und ich mache das auch so, dass ich nur so viele Kunden aufnehme, wie ich wirklich auch genauso bedienen kann. Ja, also meine Kunden haben oberste Priorität, wenn die anrufen und sagen hier ist gerade Land unter. Ja, dann mache ich auch Termine. Jederzeit möglich. Für mich hat die Woche sieben Tage. Das heißt, ich arbeite von Montag bis Sonntag. Ja. Zeit ist etwas, das wir als Gesellschaft konstruiert haben. Wir haben Wochentage konstruiert. Wenn du einen Baum fragst, ob heute Sonntag ist, dann weiß er das nicht. Aber wenn du.

Sarah Thullner:
Ein schöner Vergleich.

Waltraud Zopf:
Ja, Wenn du einen Fuchs fragst, ob der sonntags Pause macht und keine Mäuse jagt, dann. Dann kennt er keinen Hunger.

Sarah Thullner:
Was ist das für eine Frage?

Waltraud Zopf:
Und die Probleme, die du im Kopf hast, die hören auch nicht Freitag auf. Ja.

Sarah Thullner:
Oh ja. Oh ja.

Waltraud Zopf:
Das heißt, das kann einfach sein, dass du. Das ist ganz blöd ist. Und das ist für dich gut ist, wenn wir samstags morgens um 8:30 eine halbe Stunde ein Zoom Roll haben. Ja, und genau das mache ich für meine Kunden. Einfach weil ich das. Weil das das Leben ist.

Sarah Thullner:
Würdest du sagen, das, was du jetzt gerade ausgesprochen hast mit hörte auf? Ist das für aus deiner Sicht so ein bisschen eine deutsche Mentalität oder wie nimmst du das wahr? Sind wir da einfach so, dass wir in Deutschland immer sagen so Montag bis Freitag von neun bis 17:00? Nimmst du das irgendwie wahr, dass das in anderen Ländern anders ist oder wie? Wie spürst du da rein?

Waltraud Zopf:
Dafür habe ich nicht genug Vergleich. Also ich glaube, das hat sich in unserer Gesellschaft überall ein Stück weit entwickelt. Ja, und ich habe das für mich irgendwann reflektiert und habe gemerkt Nein, so funktioniert das nicht. Ja, ich bin ein Mensch. Ich möchte ein Leben, das an allen Tagen gleich ist. Ja, das oder dass ich ja sozusagen diese Trennung aus Wochenende und unter der Woche erzeugt Dinge in mir, die mich einfach anstrengen und dementsprechend habe ich das für mich aufgelöst. Ja, und momentan funktioniert es sehr gut.

Sarah Thullner:
Hi. Schön.

Waltraud Zopf:
Ja.

Sarah Thullner:
Waltraud, Was passiert, wenn ich jetzt noch mal den Wortlaut Autorin sage? Was passiert da bei dir?

Waltraud Zopf:
Dann kriege ich ein totales Kribbeln. Und dann merke ich, dass wir das eigentlich als erstes besprechen wollten. Nämlich Wie bin ich eigentlich von der Medizinerin zur Autorin geworden? Und wir sind dann doch auf das Thema Mentorin abgeschwenkt. Das macht aber gar nichts, weil für mich gehört das beides zusammen. Das bin ich. Ich bin Autorin und Mentorin.

Sarah Thullner:
Erzähl. Es ist ja wirklich. Ich finde es so spannend. Lass uns daran teilhaben. Autorin Wie kam es dazu? Frau Und hast gesagt Du liebst Wörter. Okay. Das war, glaube ich, schon. Ist schon eine Verinnerlichung, dass das einfach ganz wertvoll ist. Und hast uns ja schon ein bisschen daran teilhaben lassen, welche Bücher du schon, ich nenne es jetzt mal verschlungen hast. Im jungen Alter. Aber wie kam es zu diesem Weg?

Waltraud Zopf:
Ja, also ich habe einfach immer mehr darüber nachgedacht. Okay. Was will ich wirklich? Wirklich? Wirklich? Ja. Also, wofür bin ich hier auf der Welt? Und ich habe es ja schon gesagt. Es sind dann einfach Menschen in meinem Umfeld. Überraschend verstorben, was diese Frage einfach noch intensiver gemacht hat. Ja, und ich habe gemerkt, Schreiben ist einfach etwas, was mir total wichtig ist. Und du hast es glaube ich, in unserem Vorgespräch auch noch mal kurz diese Frage des Bereuens angesprochen, ob es etwas gibt, was ich bereue. Und das ist spannend, weil das war das einzige, was ich wirklich bereut hätte, ist, wenn ich kein Buch geschrieben hätte.

Sarah Thullner:
Oh wow.

Waltraud Zopf:
Und so diese Frage, wenn mein Leben jetzt auch vorbei ist, wenn ich es nur noch eine Woche zu leben gibt, wenn ich nur noch bis Ende des Jahres habe, ja was würde ich dann bereuen? Und auf diese Frage war die Antwort, dass ich kein Buch geschrieben habe. Und damit war auch klar, was der nächste Schritt ist. Es ist ein Buch schreiben?

Sarah Thullner:
Ja, definitiv.

Waltraud Zopf:
Und das habe ich tatsächlich noch angefangen und gemacht, während ich noch in meiner Festanstellung war.

Sarah Thullner:
Ach, noch im Gesundheitswesen sogar.

Waltraud Zopf:
Also während ich genau in der Zeit habe ich tatsächlich das erste Buch geschrieben und es ist ganz witzig, weil das hat sich aus Corona eigentlich ergeben. Ich habe lange Zeit im Alpenverein gearbeitet, als Familiengruppenleiterin, hab dort mit Familien viele Touren gemacht, war mit meinen Kindern auch immer viel unterwegs und wir waren insbesondere auch viel unterwegs in den Bergen. Und während Corona war es dann so, dass man natürlich auch im Alpenverein sich überlegt hat okay, was kann man denn den Mitgliedern noch anbieten, wenn man schon nichts mehr aktiv machen kann? Und so ist man eben auf dieses Thema Webinare gekommen. Wie können wir zumindest über Webinare unser Wissen weitergeben und lernen und thematisch einfach in diesem Draußenbereich bleiben? Und ich habe dort ein Webinar angeboten zum Thema Hüttentouren mit Kindern. Also wenn man seine erste Hüttentour macht. Wie? Wie kann man das gestalten? Worauf muss man achten? Und klar, dann war Corona vorbei und man hat das Webinar weiterbehalten und es war dann aber so, dass die Teilnahme jetzt nicht besonders riesig war. Und nach einem Webinar bin ich, habe ich den Rechner runtergefahren und habe mich runter zu meinem Mann gesetzt. Und dann habe ich gesagt Ich bin doch blöd, ich bin doch blöd. Okay, ich habe doch das ganze Wissen hier schon in dieser Präsentation. Ich kann daraus doch ein Buch machen.

Sarah Thullner:
Spannend. Ach, wow. Okay. Ist das ein genialer Übergang?

Waltraud Zopf:
Und dann macht es Klack. Und danach habe ich wirklich alles ausgeblendet. Und ich merke, es gab wirklich Tage, an denen ich das Not essen auf den Tisch gestellt habe. Für meine Kinder und mein Mann, weil ich einfach so in diesem Schreibmodus drin war. Und es hat so ein Damm gebrochen. Es ist einfach wie ein Damm gebrochen. Und natürlich kommen dann Themen hoch. Man hat Fragen. Ich habe mir das alles, sage ich mal, selber beigebracht. Es war nicht so, dass ich irgendwie in der Familie groß geworden bin, wo schon zig Autoren irgendwie wussten, wie das.

Sarah Thullner:
Journalisten.

Waltraud Zopf:
Autoren.

Sarah Thullner:
Alles auch immer genau.

Waltraud Zopf:
Und heute ist es ja möglich, im Selfpublishing wirklich komplett eigenständig Bücher zu veröffentlichen. Also wir haben uns da ja unglaublich weiterentwickelt. Ja, also wir brauchen jetzt nicht mehr mit einem Verlag zusammenarbeiten, der irgendwie oder Verlage, die das Monopol haben, Bücher zu veröffentlichen und rauszubringen, sondern wir können auch im Selfpublishing das machen. Und genauso habe ich das auch gemacht, weil ich wusste, es ist ein Nischenthema und weil ich auch der Typ bin, den alles interessiert. Also ich glaube, das hat man jetzt schon ein bisschen herausgehört, dass ich nicht diejenige bin, die sich auf eine Sache einschießt und dann nur noch das macht, sondern das mich wirklich alles interessiert. Und diese neue Welt, wie geht das? Wie funktioniert das? war für mich einfach wundervoll.

Sarah Thullner:
Ach, wie schön, wie schön.

Waltraud Zopf:
Genau. Dann hat es einfach auch nicht mehr lange gedauert, bis ich gemerkt habe okay, das ist das, was ich wirklich, wirklich, wirklich will. Und dann habe ich meine Kündigung geschrieben.

Sarah Thullner:
Wahnsinn. Wahnsinn. Und du hast im Vorgespräch schon gesagt, dass dein Chef total erstaunt war, weil er so eine Kündigung noch nie bekommen hat. Lass uns mal daran teilhaben. Was war besonders an dieser Kündigung?

Waltraud Zopf:
Genau. Also ich habe einfach sehr ehrlich reingeschrieben, dass ich den Job, den ich da mache, wirklich von Herzen gerne mache. Aber dass es etwas gibt, was sage ich mal mich morgens um 5:00 aus dem Bett springen lässt.

Sarah Thullner:
Mit voller Energie, mit voller Energie.

Waltraud Zopf:
Ja, was ich auch viele nicht vorstellen können. Aber ja, ich kann morgens um fünf völlig begeistert aufstehen, weil der Tag liebe.

Sarah Thullner:
Oh, wie schön.

Waltraud Zopf:
Und genauso habe ich das da reingeschrieben. Ich gehe nicht, weil ich diesen Job nicht mag, sondern ich das ganze Unternehmen. Das ist wirklich toll. Jeder Tag war wichtig und jetzt gibt es einfach noch was, was noch wichtiger ist und.

Sarah Thullner:
Was noch lauter schreit.

Waltraud Zopf:
Noch lauter schreit. Und wenn ich es nicht jetzt versuche Wandern. Man muss dazu sagen, das hat sich entwickelt. Ja. Also das soll jetzt nicht so aussehen, als wäre das eine Hals über Kopf Aktion gewesen. Und das finde ich, ist auch etwas, was ich viel mitgeben möchte ist es geht nicht darum, die die Brücke hinter dir abzubrennen, sondern es geht darum, mit Bedacht voranzugehen, wenn du eine Familie hast, wenn du Kinder hast, wenn du Kredit für eine Wohnung hast.

Sarah Thullner:
Ja.

Waltraud Zopf:
Wenn da einfach Strukturen dranhängen. Ich sage immer, dass ein langer Rattenschwanz hinter mir dran, den kann ich nicht einfach abschneiden. Ja. Beziehungsweise das würde einfach sehr viel Chaos anrichten. Und das muss ich nicht. Ich kann und das habe ich auch gemacht, mich langsam darauf vorbereitet, die finanziellen Rücklagen aufgebaut zu wissen. Ich muss nicht von heute auf morgen. maximal erfolgreich sein. Das hätte viel zu viel Druck aufgebaut. Ja, arbeiten, wenn man kreativ arbeitet. Ja. Wenn man mit Menschen zusammenarbeitet, dann ist das nichts, was sage ich mal sich erzwingen lässt. Ja, man kann Strukturen, man kann Prozesse aufbauen. Das ist auch super wichtig. Aber es muss eben diese, diese Ruhe und diese Freiheit geben. Und das habe ich mir alles aufgebaut. Und dann konnte ich gehen. Und dann? Genau. Und jetzt, Sarah Jetzt mache ich jeden Tag das, was ich liebe. Es ist.

Sarah Thullner:
Wow. Ich kriege Gänsehaut.

Waltraud Zopf:
Weil es mich einfach.

Sarah Thullner:
So glücklich macht.

Waltraud Zopf:
Und jede Veränderung, die kommt, die kommt, weil sie kommen soll. Und ich komme, weil sie richtig ist. Und das ist was. So leben zu dürfen ist mir eine unglaubliche Ehre. Ich empfinde es mit so viel Dankbarkeit, in einer Welt zu leben, in der das möglich ist. Ja und ja. Wenn ich heute nicht das tun würde, was ich liebe, dann wäre es eine Beleidigung gegenüber dem Leben.

Sarah Thullner:
Ein schöner Satz, Den lassen wir mal kurz so stehen. Eine Beleidigung für das Leben. Für das eigene Leben. Wow.

Waltraud Zopf:
Was? Wie viel besser soll es denn noch werden? Wie viel mehr Sicherheit? Wie viel besser soll das Essen im Supermarkt werden, das ich einkaufe? Wie viel mehr Geld wollen wir eigentlich noch auf unserem Konto? Wie viel schöner und größer sollen unsere Häuser eigentlich sein, bis wir das tun, wofür wir wirklich, wirklich, wirklich da sind? Und das haben wir alles schon, oder? Ich empfinde es so, als ob ich das schon alles habe und deswegen ist es jetzt Zeit, genau das zu machen, was ich kann, wofür ich hier bin. Und ja, da in der Welt zu wirken.

Sarah Thullner:
Wahnsinn. Und würdest du sagen, dass vielleicht auch dein Mentoring Weg ein bisschen dazu beitragen soll, dass anderen Menschen genau das gleiche Gefühl haben, was du gerade jetzt so wunderschön ausgesprochen hast. Ist das so ein bisschen auch dein Antreiber, Deine Intention von dem Weg?

Waltraud Zopf:
Na klar. Also wenn wir es selber leben, dann sind wir natürlich, dann verkörpern wir das und dann können wir es auch weitergeben. Und wir kommen noch mal und ich will nicht zu kritisch sein über das ganze Thema Coaching. Aber es fällt mir auch auf, dass es manche Coaches gibt, die im Englischen sagt man to walk your talk.

Sarah Thullner:
Also magst du es übersetzen für jemanden, der vielleicht im Englischen nicht ganz so mächtig ist.

Waltraud Zopf:
Den den Worten Taten folgen lassen. Also wenn ich etwas transportiere, wenn ich etwas vermittle, dass ich es dann selbst auch lebe. Und diesen Konflikt erlebe ich ab und zu. Ja, das und und ich merke, dann wird es für mich schwierig, einem Coach zu folgen, wenn ich das Gefühl habe, dass er das, was er weitergibt, nicht selber voll integriert hat und lebt.

Sarah Thullner:
Ja, da sprichst du mir voll aus dem Herzen. Und das ist, glaube ich, genau der Punkt, warum sich die Spreu vom Weizen trennen wird. In langer Frist, was das Coaching betrifft, Weil nur Tools anzuwenden, wie du sie vorhin auch gesagt hast. Weil diese Betitelung mit Systemischer Coach, mit Business Coach, mit Executive Coach mit weiß der Kuckuck was sind alles nur Titel? Es sind einfach alles nur Titel oder Rollen, die Personen zum Teil leider einnehmen, die aber gar nicht wirklich, wie du es finde ich so schön betitelt hast, im Reinen mit sich sind. Sie haben einen Titel und sie haben irgendwelche Werkzeuge an die Hand bekommen, aber können gar nicht ins große Ganze schauen oder einen Perspektivwechsel vielleicht auch vollziehen. Und dann beim Kunden, beim Klienten zu sein und deren Ganzes wahrzunehmen. Und da bin ich. Da sprichst du mir so sehr aus der Seele. Es ist wirklich der Punkt, der mir sehr, sehr oft auffällt bei Coaches, dass sie vielleicht erst mal selber mit ihren Themen noch mal reinkommen dürfen, um dann vielleicht anderen Menschen zu helfen. Und auch nicht jeder Weg ist der Richtige. Vielleicht merkt man auch irgendwann zwischendurch, dass Coaching sein ist. Vielleicht auch gar nicht so das Richtige, weil es gibt ja auch noch andere Titel wie Trainer Berater. Danke.

Waltraud Zopf:
Danke, dass du das sagst, weil warum kann ich nicht Finanztrainer sein? Natürlich kann ich nicht, sage ich mal Business Berater sein. Ja, das ist so viel ehrlicher und fairer, wenn ich Wissen vermittle. Ja, aber als Coach. Das ist so ein bisschen mein Verständnis. Ja. Begleite ich Menschen zu einem Ort, an dem ich schon bin? Absolut ja.

Sarah Thullner:
Ja.

Waltraud Zopf:
Und dann ist die Frage. Bist du da schon. Ja, Und genau das ist es. Das ist, wie wenn ich. Vor einiger Zeit hatte ich eine ganz lustige Situation. Da war ich in einem Bankgespräch. Da ging es um Konten meiner Kinder. Ja, und dann hat der Bankberater eben seinen Kollegen noch reingeholt, der mir dann irgendwas erzählen wollte von irgendeinem. Von irgendeiner Geldanlage. Ja, und die erste Frage, die ich gestellt habe, ist Haben Sie die auch berechtigt?

Sarah Thullner:
Sehr berechtigt. Weil wenn er was empfiehlt, wäre es ja auch sinnvoller, wenn er es selber vielleicht auch schon umgesetzt hat, weil dann kann er ja auch am besten drauf sprechen. Absolut. Lass mich raten. Die Antwort war Nein.

Waltraud Zopf:
Das wollte ich jetzt nicht so offen sagen, aber.

Sarah Thullner:
Ich habe es ja gesagt, Nicht du hast es.

Waltraud Zopf:
Und ich denke, das.

Sarah Thullner:
Verdeutlicht dieses Beispiel.

Waltraud Zopf:
Einfach, worum es geht. Ja.

Sarah Thullner:
Absolut. Absolut. Waltraut. Schönes Beispiel. Ja, Ja, ja, ja.

Waltraud Zopf:
Und ich. Wenn mich jemand fragt, Bist du in Friede? Hast du Ruhe im Kopf? Dann kann ich ehrlich und authentisch sagen Ja. Ja. Und das heißt nicht, dass nicht Themen aufkommen, die Mich unruhigen oder die mich auch mal, sage ich mal ein, zwei Tage lang konsumieren oder beschäftigen, über die ich nicht nachdenke. Oder es gibt auch Dinge, die mich ärgern. Das ist alles da. Ja, aber ich kann das sortieren. Ja, und das ist nichts, was mich aus meinem Leben reißt. Es ist nichts, was mich erschüttert. Ja.

Sarah Thullner:
Ja. Und ich würde. Ich würde, glaube ich, auch das, was du jetzt gerade angesprochen hast, als das Leben betiteln. Weil ich. Wir können uns ja nicht. Also auch wenn. Wenn das deine Arbeit ist, können wir uns ja nicht aus dem Leben rausnehmen. Und die Umstände, die wir haben, immer wieder, die ja von außen gar nicht wegzudenken sind, wir können uns dem gar nicht entziehen. Wir können uns schlechte Nachrichten, wir können uns schlecht. Ähm, wie soll man sagen. Warte, lass mich doch mal kurz korrigieren. Wir können uns ein Umfeld, das vielleicht auch gerade negativ aufgeladen ist, auch nicht immer um entziehen. Das geht gar nicht. Und natürlich gibt es da auch Phasen, wo man immer mal wieder merkt, das hat mich jetzt mehr eingenommen oder weniger eingenommen. Und das ist ja ganz klar. Aber wieso wirklich so schön gesagt hast Mein Gegenüber ist das Wichtige und nicht meine Themen. Und das finde ich auch. Da bin ich vollkommen bei dir. Das trennt einen guten Trainer, Mentor, Coach von allem. Ja, also weil wie gesagt, ein Trainer und ein Berater ist. Jemand, der Expertise weitergibt und ein Mentor und Coach begleitet. Und ja, da sehe ich einen Unterschied. Ja. Waltraud, lass uns noch mal kurz in das Autorenleben reintauchen. Wie stellt man sich das denn vor? Jetzt also bist du. Bist du gerade auch aktuell am Schreiben, an deinem Buch Und kannst du da schon was anteasern oder ist das so geheim?

Waltraud Zopf:
Ja, also vielleicht ist es erstmal wirklich erzähle ich das auch noch mal dadurch, dass ich so breit aufgestellt bin, War ein wesentlicher Punkt für mich zu sagen Wie mache ich das denn, wenn ich verschiedene Bücher schreiben möchte, kriegen die Leute das irgendwie hin, wenn da überall mein Name draufsteht? Also ich hatte unheimlich Schwierigkeiten, am Anfang zu sagen okay, muss ich mich da für eine Richtung entscheiden? Ja, das ist vielleicht.

Sarah Thullner:
Auch so.

Waltraud Zopf:
Betitelt.

Sarah Thullner:
Das Genre, was man immer gerne sagt.

Waltraud Zopf:
Bin ich jetzt Fantasyautorin? Ja, zum Beispiel. Ja, und das ist natürlich schon so, dass wir Namen mit etwas verbinden. Ja, also wenn ich jetzt einen großen Autor wie zum Beispiel Fitzek nenne, ja der irgendwie, dann weißt du sofort, was da los ist. Ja, der Name ist so mit einem bestimmten Schreibstil und bestimmten Büchern verbunden. Ja, kannst du ganz viele große Namen nennen. Und ich habe gemerkt Ah, okay, da klemmt es für mich. Und dann hatte ich einen Coach getroffen, der hat gesagt Nimm doch einfach Pseudonyme. Und genau das habe ich gemacht. Ich sage das auch ganz offen und ehrlich. Das ist überhaupt nicht. Ich finde, das ist für mich was ganz Normales, dass ich einfach unter verschiedenen Pseudonymen schreibe, damit Leser diese Verbindung zwischen Thema und Autorenname haben. Und so ist es zum Beispiel so, dass meine Outdoorsbücher inzwischen ist es nicht nur das Hüttenturnbuch, was erschienen ist, sondern eine ganze Reihe mehr. Die sind alle unter dem Pseudonym Jenny Heyms erschienen.

Sarah Thullner:
Oh, wow. Okay.

Waltraud Zopf:
Und das ist auch was, Was sehr viel Spaß macht, ist sich Namen zu merken. Ich kann dann auch wirklich richtig. Ich bin dann auch ein anderer Mensch, wenn ich die Bücher aus dem Autorsbereich schreibe. Als wenn ich zum Beispiel und das habe ich auch gemacht, dass ich ein Buch aus dem Bereich Hunde geschrieben habe und da habe ich ein anderes Pseudonym. Ja, und da bin ich dann fast auch ein anderer Mensch, wenn ich zu diesem Thema schreibe. Und für mich war es natürlich mit meinem Namen Dr. Waltraud Zopf. Der war in den medizinischen Bereich einfach schon sehr gesetzt. Ja, und dann war es umso hilfreicher zu sagen, jetzt brauche ich erst mal für bestimmte Bereiche Pseudonyme. Und trotzdem ist es so, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, auch unter meinem eigenen Namen was zu schreiben. Ich habe ein Buch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und auch mit einer Freundin zusammen veröffentlicht. Da steht auch mein Name drauf. Ja.

Sarah Thullner:
Persönlichkeit sentwicklung, finde ich. Passt ja aber auch im Bereich Medizin komplett rein. Also das ist für mich was, wo ich super mit identifizieren kann. Spannend. Ja, na klar, natürlich.

Waltraud Zopf:
Und jetzt hast du gefragt, ob gerade ein Buch in der Entstehung ist Und. Ich erlaube, dass das mehrere Bücher gleichzeitig entstehen. Also es ist nicht so, dass ich sequentiell eins schreibe und dann fertig mache, sondern Ein Buch hat ein eigenes. Ein Buch hat ein eigenes Leben. Ja, und manchmal ist es so, dass ich nicht diejenige bin, die entscheidet, dass dieses Buch entsteht, sondern dass das Buch zu mir kommt. Und das Buch existiert schon und sucht sich seinen Autor aus. Und ich erlebe auch Menschen, die. Ich habe jetzt neulich eine Kundin gehabt oder dieses Jahr eine Kundin gehabt. Die hat vor über 15 Jahren eine Geschichte geschrieben und das war ein richtiger Channeling Prozess. Ja, sie beschreibt es selber, als dass sie saß und diese Geschichte einfach durch sie durchgeflossen ist. Und sie hat diese Geschichte wirklich immer wieder vor sich liegen gehabt. Es war eine ältere Dame im Ort, die früher Meißner Porzellan gemalt hat. Die hat ihr sogar schon Illustrationen zu dieser Geschichte dazu gemacht. Und diese Illustrationen und alles sind ihr immer wieder in die Hände gefallen. Ja, und es war klar, dieses Buch Will gehört zu ihr. Das ist zu ihr gekommen. Und dann hat sie einen Zeitungsartikel über mich gelesen, hat sich getraut, mich zu kontaktieren und ich habe das dann für sie umgesetzt. Ja, weil sie gesagt hat, das ist einfach nur ein Herzensraum, der da in Erfüllung geht. Wenn aus dieser Geschichte, die vor über 15 Jahren geschrieben wurde, ein Buch wird.

Sarah Thullner:
Wahnsinn, Wie schön.

Waltraud Zopf:
Und das ist das, was ich meine, wenn manchmal Bücher einfach zu dir kommen und die kommen in ihrer eigenen Geschwindigkeit, die kommen unter ihren eigenen Bedingungen. Ja, und jetzt gerade ist es zum Beispiel so, dass ein Buch in der Entstehung ist und ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis es fertig ist. Das hat den Arbeitstitel 33 Dinge, die wir von Hunden über das Leben lernen können.

Sarah Thullner:
Wow. Okay.

Waltraud Zopf:
Und es ist ein eher philosophisches Buch Und wir können so unglaublich viel von Hunden lernen. Ja.

Sarah Thullner:
Also so ein großer Spiegel für uns. Das ist.

Waltraud Zopf:
So.

Sarah Thullner:
Ein großer Spiegel. Das ist unfassbar. Ja.

Waltraud Zopf:
Durch sehr wundervolle Zufälle. Also Zufälle passieren, wenn wir in unserem Herzensweg sind. Ganz automatisch bin ich einen wunderbaren Zufall auf eine Illustratorin gekommen, die ganz wunderbar zeichnen kann. Und die liebt es, Tiere zu zeichnen. Schön. Man kann Hunde zeichnen. Das ist unfassbar.

Sarah Thullner:
Ein Mensch.

Waltraud Zopf:
Was für ein Match! Und es wird, sage ich mal, eben ein. Ein gemeinsames. Es wird ein Bilderbuch. Was? Oder? Oder ein Buch, was zu großen Teilen aus Bildern, aber eben auch aus Text besteht. Ja.

Sarah Thullner:
Schön.

Waltraud Zopf:
Und da entstehen und ich habe zu ihr auch gesagt Steffi, du zeichnest in deiner eigenen Geschwindigkeit. Wir sprechen uns vielleicht alle drei vier Monate mal und sie macht es in ihrer Geschwindigkeit. Und bei mir sind die Inhalte kommen so langsam rein oder ich habe ein Gespür dafür, was da reinkommt. Aber ich weiß auch genau, ich da kommt der richtige Moment, da setze ich mich hin und dann schreibe ich das alles runter und dann ist es da.

Sarah Thullner:
Jetzt bin ich aber schon noch neugierig. Jetzt muss ich noch mal zurückgreifen. Wie viel Autorinnen Identitäten gibt es denn dann jetzt bei dir?

Waltraud Zopf:
Also tatsächlich sind es zurzeit zwei. Also der ganze Outdoorbereich mit Kindern ist was. Ja, da habe ich schon relativ viel veröffentlicht. Wenn man da die findet man auf Amazon zum Beispiel kann man Jenny Heims eingeben und dann sieht man, was da alles schon erschienen ist. Ich habe die auch schon in mehreren Sprachen. Ja, also ich habe zum Beispiel auch im Englisch auf Englisch und es gibt die auch auf Niederländisch.

Sarah Thullner:
Ja, wow.

Waltraud Zopf:
Das ist auch was, was einfach da ist. Und der Hundebereich ist eben ein weiteres Thema.

Sarah Thullner:
Und jetzt sind da noch die Medizinerin.

Waltraud Zopf:
Genau die Medizinerin. Da glaube ich, wird jetzt langsam was entstehen. Aber das hat ja, das hat keine Eile. Das passiert alles zu seiner Zeit und die Liste an. Die Liste an Büchern, die ich noch schreiben möchte, ist sehr lang. Also ich bin froh, dass ich noch. Also dass ich gerade so über die 40 drüber bin und noch sehr viele Jahre Zeit habe. Das beruhigt mich immer sehr, weil ich weiß, dann kann alles zu seiner eigenen Zeit auf seine eigene Art und Weise entstehen und wenn, und das richte ich jetzt auch noch mal an deine Zuhörer, wenn bei dir eine Geschichte ist, wenn du das Bedürfnis hast, ein Buch zu schreiben und du wissen möchtest, wie das geht und du da Hilfe brauchst, ja dann ist es einfach die herzliche Einladung, sich zu melden. Ja, sich zu trauen, sich zu melden. Ja, Weil seine Bücher kommen zu Menschen. Ja, und selbst wenn du gar nicht dachtest, dass du Autorin wirst. Ja. Ich habe mich jetzt auch neulich auf einem Workshop mit jemandem unterhalten, die dann auch kam und sagte Du, sag mal, ich muss dich das jetzt einfach mal fragen, wie geht das mit dem Bücher schreiben? Und die traute sich schon gar nicht, richtig das auszusprechen. Ich habe Schreiben in der Schule immer gehasst, ja. Aber irgendwie haben mich jetzt schon mehrere Leute gefragt, ob ich da nicht mal ein Buch schreiben könnte. Ja, und dann habe ich auch gesagt Natürlich. Ja, und wenn es sein soll, dann kommt dieses Buch zu dir. Völlig egal, ob du dir das vorstellen konntest, Autorin zu werden oder nicht. Ja, und es gibt da draußen ganz viele Menschen, die dir an den unterschiedlichsten Stellen helfen. Ja, und.

Sarah Thullner:
Zum Beispiel. Ja, zum Beispiel.

Waltraud Zopf:
Aber manchmal. Es können auch andere sein. Ja, Also ganz, ganz viele. Genau.

Sarah Thullner:
Und das Ja, Ja. Schöner Appell. Schöner Appell. Liebe Zuhörer, ihr hört es. Ihr wisst ja auch in den Kinos sind die Kontakte zu Waltraut immer hinterlegt. Also, wenn ihr euch jetzt angeteasert fühlt, schaut da rein. Da könnt ihr direkt Kontakt zu Waltraut aufnehmen. Genau. Direkt losgehen und die eigene Geschichte vielleicht wirklich mit ihr zu besprechen oder auch schreiben zu lassen. Das ist glaube ich auch eine Möglichkeit. Die gibt's. Ja, Schön. Schön.

Waltraud Zopf:
Ich möchte, dass keiner das am Ende seines Lebens bereut, es nicht gemacht zu haben. Ja, dass Ich spüre das so tief in meinem Herzen. Und genau da. Dafür bin ich da.

Sarah Thullner:
Total schön. Waltraud, was magst du außer diesem Appell noch an unsere Zuhörer geben? Weil leider sind wir auch schon wieder am Ende unserer Podcastzeit. Ich könnte noch stundenlang zuhören und ich glaube ich auch ganz viele Fragen in aus der Sicht meiner Zuhörer geben, weil die bestimmt auch sehr neugierig sind. Aber das könnten Sie ja auch gerne persönlich an dich dann aber was? Magst du vielleicht noch weitergeben? Was? Was liegt dir auf dem Herzen, was dir noch wichtig ist? Worte an unsere Zuhörer rauszugeben.

Waltraud Zopf:
Was ich wirklich an dich weitergeben möchte, ist Du bist wundervoll und wertvoll und du darfst diesen Weg mit allem, was er bietet und allen Umwegen, die du gehst, und allen Richtungsänderungen, die du vielleicht noch vorhast oder die dir vielleicht jetzt gerade noch Angst bereiten. Du darfst sie gehen. Du bist genau richtig und es ist alles passiert zu deinem Besten. Ja, und wenn, wo alles ablegst, was nicht du bist, ja, und deine ganze Strahlkraft rauskommt und in die Welt leuchtet. Ja, das ist das, was wir alle brauchen. Wir brauchen dich in deiner größten Strahlkraft.

Sarah Thullner:
Was für ein Gänsehautmoment zum Abschluss von diesem wunderschönen Podcast. Ich danke dir, Waltraud. Wirklich?

Waltraud Zopf:
Ich danke dir, Sarah.

Sarah Thullner:
Sehr, sehr schön. Und ja, also ich glaube, wir lesen noch von dir viel. Das stimmt. Und ich würde an der Stelle einfach nur sagen Liebe Zuhörer, danke, dass du auch wieder eingeschaltet hast zum HappyBusiness Podcast. Und ich denke, mit sehr viel Leichtigkeit und Humor konntest du dieser Folge heute wieder lauschen. Und ich freue mich, wenn du auch wieder zu anderen Folgen einschaltest und sage an der Stelle Tschüss und gebe nochmal das Wort an Waltraud.

Waltraud Zopf:
Auch ich verabschiede mich. Du gehst deinen Weg. Du hörst weiterhin Sarahs Podcast und nimmst hier ganz, ganz viel daraus mit.

Sarah Thullner:
In diesem Sinne Tschüss.

Waltraud Zopf:
Tschüss.