Happy Business
Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit von Sarah Thullner
Dieser Podcast soll dir einen Einblick in andere Unternehmen, in den Business-Alltag als Selbstständige und viele weiter Impulse, Tipps und Mehrwert geben.
Mein Impuls: Voneinander lernen!
Der "Einsteige" soll den "langjährigen Unternehmer" inspirieren neue Wege ins Business zeigen. Der "erfahrene Unternehmer" soll dem "Starter" Mut machen.
Das ALLES ohne Anstrengung, Erwartung und Voraussetzung.
Erfahre von steinigen Berufswegen oder ganz viel Leichtigkeit im Umgang mit manchen Aufgaben.
Im Wechsel von Solofolgen von mir, Sarah Thullner, und meinen Interviewpartnern wünsche ich Dir ganz viel Freude beim Zuhören und freue mich, wenn du ein Teil meiner Community wirst.
Du hast selbst Lust eine Folge mit mir zu machen oder mir eine Empfehlung für einen Interviewpartner?
Dann melde dich bei mir podcast@sarah-thullner.de
Gefällt dir mein Podcast?
Deine Bewertung und Worte zu meinem Podcast sind mir sehr wichtig. Mit deiner Stimme kann ich mehr Unternehmer dabei unterstützen, ihr Business und den Weg dorthin zu erzählen, also lass deine Meinung hier oder sei gerne die nächste Podcast-Stimme.
Sei herzlich gegrüßt und wir hören uns,
Sarah
Happy Business
Folge #lebensgeschichten // Über Mut, Prägung und Neubeginn mit Anja Kuhn
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Willkommen zu einer neuen Folge im Happy Business Podcast
In dieser Episode spricht Sarah Thullner mit Anja Kuhn – und wer schon länger zuhört, kennt ihre Stimme vielleicht bereits aus früheren Folgen. Umso schöner, dass Anja wieder zu Gast ist und erzählt, was sich in ihrem Leben und in ihrem Business in den letzten Jahren verändert hat.
Aus der ehemaligen Ausrichtung rund um Brand Storys ist etwas Neues entstanden: der Lebensgeschichten Verlag.
Anja begleitet heute Menschen dabei, ihre Lebensgeschichte in ein Buch zu verwandeln – als Buchmentorin, Koautorin, Ghostwriterin oder Verlegerin.
In diesem Gespräch geht es um viel mehr als „ein Buch schreiben“.
Es geht um Neuanfänge, um Mut nach dem Scheitern, um Vertrauen, um Familiengeschichte und um die Frage, was unsere eigene Geschichte eigentlich bewirken kann.
In dieser Folge erfährst du:
• wie Anja nach ihrer früheren Insolvenz den Mut gefunden hat, erneut einen Verlag zu gründen
• warum der Lebensgeschichten Verlag genau zur richtigen Zeit entstanden ist
• welche Wege es gibt, die eigene Lebensgeschichte als Buch zu veröffentlichen
• weshalb nicht das Alter entscheidend ist, sondern die Botschaft
Du bekommst einen sehr persönlichen Einblick in Anjas Weg und in ihre heutige Arbeit mit Menschen, die ihre Geschichte erzählen möchten – ehrlich, tief und gleichzeitig sehr ermutigend.
Ein besonders schöner Satz aus dieser Folge:
„Indem wir erzählen, was war, zeigen wir, was möglich ist.“
Diese Episode ist für dich, wenn du dich für echte Lebenswege interessierst, wenn du selbst schon einmal darüber nachgedacht hast, deine Geschichte aufzuschreiben – oder wenn du spüren möchtest, wie aus Brüchen neue Wege entstehen können.
🎧 Hör rein und lass dich inspirieren von einem Gespräch über Lebensgeschichten, Entwicklung, Klarheit und den Mut, dem eigenen Weg noch einmal zu vertrauen.
Schön, dass du dabei bist bei Happy Business 💛
Kontakt zu Anja Kuhn:
Webseite https://anjakuhn.com/ und https://www.lebensgeschichten-verlag.de/
Podcast https://open.spotify.com/show/2fZSX4dY4rB36C28Ipv40I?si=836e35ce63874b71
LinkedIn https://www.linkedin.com/in/anja-kuhn-story-queen/
Instagram https://www.instagram.com/anja_kuhn_official/
Schön, dass du meinem Podcast "Happy Business" hörst!
Du möchtest mehr über mich, Sarah Thullner, erfahren?
Dann schau doch auf meiner Homepage https://sarah-thullner.de/
Oder schreibe mir direkt eine Mail: office@sarah-thullner.de
Sind wir schon vernetzt?
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Wunderbar, ich freue mich drauf - schreibe mir dazu eine Mail an podcast@sarah-thullner.de über welches Thema du gerne in dem Podcast sprechen möchtest oder was dir auf dem Herzen liegt.
Ich freue mich auf den Talk mit Dir,
Sarah Thullner
Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit
Sarah Thullner
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Happy Business. Heute habe ich wieder eine Interviewpartnerin an meiner Seite und wer vielleicht schon öfters mal hier Folgen angehört hat, wird die Stimme gleich wieder erkennen. Oder vielleicht auch schon mit dem Namen was anfangen. Herzlich willkommen, liebe Anja Kuhn, Schön, dass du dir Zeit genommen hast, mich mal wieder abzudaten, was bei Dir gerade so alles passiert.
Anja Kuhn
Hallo liebe Sara, ich freue mich sehr, dass ich wieder bei Dir zu Gast sein darf.
Sarah Thullner
Es ist so Wahnsinn, Anja. Einmal im Jahr, leider irgendwie mit einer kleinen Pause letztes Jahr, weil mein Podcast einfach nicht aktiv war, hören wir uns und tauschen uns aus. Die erste Folge war im Juni 23, die zweite Folge März 24 Jetzt sind wir schon im Jahr 26 und ich glaube Anja, es hat sich sehr, sehr viel bei dir getan. Erzähl mal, ich finde es voll spannend und ich dachte, das ist auf jeden Fall eine Folge wert.
Anja Kuhn
Es ist super viel passiert. Was ist genau richtig? Ja, es ist super viel passiert. Wo soll ich anfangen?
Sarah Thullner
Das ist gut, gell? Also, er soll doch vielleicht mal die Zuhörer, wenn sie die letzten Folgen nicht angehört haben, ab. Was so deine Intention ist. Was tust du? Wer bist du? Vielleicht auch. Magst du uns dein Alter verraten? Und ja, leg doch mal los.
Anja Kuhn
Ja, Sarah hat ganz kurz meinen Namen gesagt. Ich bin Anja Kuhn, 52 Jahre alt, mit dem Schritt entfernt von der 53.. Und ich liebe dieses Alter, muss ich gleich dazu sagen. Ähm.
Sarah Thullner
Wie schön, dass man das sagen kann, oder?
Anja Kuhn
Ja total, weil ich einfach finde, dass jedes Alter hat so was ganz Wertvolles. Und viele Menschen sagen ja immer Ach, wäre ich noch mal 20. Und dann denke ich so auf gar keinen Fall. Das war eine gute Zeit. Aber auf gar keinen Fall.
Sarah Thullner
Kann ich total nachvollziehen. Anja Als ich die 40 überschritten habe, die kurz was mit mir gemacht hat, habe ich gedacht Nein, das ist total gut, wie es ist. Es darf alles so sein, wie es ist und ich wäre auch gerne nicht nochmal 20, Aber entschuldige, jetzt bin ich dir total ins Wort gefallen. Erzähl weiter.
Anja Kuhn
Kein Problem. Ja, ich lebe in dem beschaulichen oberbergischen Whalen. Das ist so rund 50 Kilometer östlich von Köln entfernt. Und als wir uns kennengelernt haben, war ich fokussiert auf das Thema Brand Stories. Also ich liebe gute Geschichten und habe über meinen Podcast, der damals noch Cherry Story und heute Lebensgeschichten heißt, mit meinen Gästen über ihren Lebensweg gesprochen. Das tue ich auch heute noch. Allerdings hat sich die Ausrichtung so ein bisschen verändert. Damals stand bei all dem, was ich getan habe, ganz stark auch das der Storytelling Faktor im Fokus. Und heute geht es mir nach wie vor um Storytelling, weil ich das einfach super wertvolles und spannendes Werkzeug empfinde für die Kommunikation. Es hat sich verlagert für mehr Tiefe, weil ich gemerkt habe, in meinen Gesprächen ist so viel Tiefe und es ist. Es geht so weit über Storytelling hinaus. Und dann hat sich auch meine Arbeit weiterentwickelt von der Brand Story, die eine besondere Form der Kurzbiografie ist für Unternehmer, die sich mit ihrer Personal Brand aufbauen wollen oder die sich ihre Personal Brand aufbauen wollen. Und 22. Habe ich meine erste Biografie oder Lebensgeschichte für eine Kundin geschrieben, damals im Selbstverlag mit ihr herausgebracht und 24 kam die nächste Biographie in mein Leben und damals hat dann eine gute Bekannte gesagt Anja, überleg dir mal, ob du nicht einen Verlag gründen möchtest. Denn viele Menschen, die ihr Buch schreiben wollen, haben die große Herausforderung mit der Frage Und wie bringen es jetzt zu den Leserinnen und Lesern. Und dann habe ich darüber nachgedacht und meine Geschichte hat ja einen ganz starken Wendepunkt, nämlich die Insolvenz mit meinem früheren Lifestyle Magazin Verlag. Also schon mal einen Verlag, mit dem ich wirklich krachend gescheitert bin. Das war das Schlimmste, was ich ja vor elf Jahren überhaupt erlebt habe oder überhaupt erlebt habe. Das war vor elf Jahren. Und dann habe ich gedacht Boah, willst du das wirklich noch mal machen? Und natürlich kam dann auch solche Bemerkungen. Mein Vater hat sofort gesagt, als ich das erzählt habe, dass ich das vorhabe. Das ist doch schon mal schiefgegangen. Und dann hat er natürlich vollkommen recht. Aber es hat mich nicht erschüttert, dass er das gesagt hat. Denn ich habe in dem Moment, habe gesagt Ja, aber die Vorzeichen sind ja ganz andere. Ich gründe mit wenig Kosten. Damals habe ich sehr viel Geld in den Kauf investiert. Ich hatte damals Mitarbeiter, ich hatte Büros, also wirklich sehr, sehr hohe Fixkosten. Und mit dem Verlag habe ich dann im vergangenen Jahr mit dem LebensgeschichtenVerlag gestartet. Nicht ganz bei null, aber mit einer ganz anderen Kostenstruktur. Und das hat eine Dynamik angenommen. Das ist Wahnsinn.
Sarah Thullner
Das glaube ich. Und das ist genau das, glaube ich. Was? Warum ich auch so eine Intention hatte, mit dir zu sprechen. Weil aus der sehr, sehr ehrlichen Geschichte in der letzten, in den letzten Folgen, die wir miteinander aufgenommen haben, Du hast uns ja da wirklich in dein Leben eintauchen lassen und hast uns ganz ehrlich auch erzählt, was es mit dir gemacht hat und wie das alles so seine Wege genommen hat. War mir so wichtig, auch jetzt mal zu zeigen, wie viel ich sag jetzt mal negatives passieren kann und man trotzdem mit dem richtigen Antrieb und der richtigen Voraussetzung so viel Positives wieder in sein Leben schaffen kann und an einem Traum einfach eine andere Verknüpfung dran nimmt und ihn dann verwirklicht. Und das fand ich so schön, als du mir das erzählt hast, weil es vielleicht unsere Zuhörer noch mal mit reinnehmen. Wir haben uns kennengelernt auf einer Business Ebene und sind in der Zwischenzeit würde ich so sagen, Wegbegleiterinnen. Und ich finde das so wunderbar, dass wir uns immer wieder hören, uns immer wieder updaten, uns unterstützen, uns gegenseitig auch Mut machen bei manchen Situationen. Und ich fand das so toll, wo du mir das erzählt hast mit deinem Verlag. Und ich habe gedacht ja, es ist der richtige Weg. Es ist genau deins. Es war damals, glaube ich, einfach. Ja. Die Zeiten waren anders gesetzt, die dich in die Insolvenz getrieben haben. Es waren auch Voraussetzungen, die du gar nicht wusstest. Du hattest ja damals erzählt. Das kannst du auch gerne noch mal bitte in deinen eigenen Worten verfassen, dass du über viele Dinge gar nicht Bescheid wusstest, als du damals den Verlag übernommen hast. Und ich glaube, das hat vieles dazu gebracht, warum es in die Insolvenz ging, oder?
Anja Kuhn
Es gibt natürlich immer ganz viele Faktoren, die dann am Ende zusammenkommen und in so eine Situation führen. Und als ich den Verlag gekauft habe, habe ich tatsächlich einige Dinge nicht überblicken können. Aber natürlich habe auch ich Entscheidungen getroffen, die ich heute vielleicht anders treffen würde, ohne dass ich sage ich bereue etwas. Das tue ich auf gar keinen Fall. Aber es ist einiges zusammengekommen. Dazu dann einfach die Lage dieses Verlags. Dieses Magazin hat sich zu 100 % über Anzeigenverkäufe finanziert und wurde kostenlos verteilt. Es war sehr hochwertig, weshalb wir auch sehr viel Wert auf eine hochwertige Produktion gelegt haben. Und das hat am Ende einfach überhaupt nicht mehr gepasst. Ja, dann waren einfach die laufenden Kosten, haben mir dann am Ende das Genick gebrochen. Einmal die Kosten für den Kauf plus die Fixkosten. Das war dann irgendwann einfach zu viel.
Sarah Thullner
Okay, jetzt haben wir die Vergangenheit angesprochen, jetzt gehen wir in die Zukunft. Erzähl doch mal, wie ist das jetzt mit dem Verlag? Wie, wie darf man sich das vorstellen, wenn man so gar keine Ahnung hat, wie es überhaupt ist, ein Buch zu schreiben oder überhaupt sowas? Erzähl uns mal, hol uns da an das Ganze heran.
Anja Kuhn
Erst einmal ist es total aufregend gestartet. Als ich nämlich dann diese Idee, Hat sich die Idee festgesetzt hat. Ich mache das. Mit dem Verlag habe ich ein bisschen recherchiert. Natürlich auch. Welcher Name passt gut dazu? Biografie Verlag. Da gab es einige. Dann habe ich mich auf den Lebensgeschichten Verlag festgelegt, weil genau das dann meine Marke abgerundet hat mit all dem, was ich sonst auch tue. Dann habe ich auch den Podcast umbenannt und bei den Recherchen habe ich festgestellt, habe ich geguckt, irgendwie gibt es ja für alles einen Welttag. Weltgeschichtentag ist am 20. März, Welttag des Buches ist im April. Und dann habe ich gedacht okay, vielleicht gibt es ja auch so einen Weltbiografie. Tag Und das war der Hammer. Muss ich? Den gibt es. Den gibt es. Und zwar am 16. Mai. Und der 16. Mai ist mein Geburtstag.
Sarah Thullner
Wahnsinn, oder was? Was für einen ist also was für Zeichen? Das hat ja perfekt gepasst, oder?
Anja Kuhn
Absolut. Und da war natürlich völlig klar Ja, ich mache das. Und dann habe ich damals entschieden letztes Jahr. Ich gehe damit raus und wollte natürlich am liebsten alles fertig haben. Das war so meine Vorstellung. Website ist fertig und Vermarktungsstrategie ist fertig. Aber wie das so war, da kamen dann viele Dinge zusammen und es hat nicht alles zeitlich so gepasst. Ich nehme mir auch gerne sehr viel auf einmal vor und dann habe ich aber entschieden egal was passiert, am 16. Mai gehe ich damit an die Öffentlichkeit. Gehe ich in meinen Podcast, erzähle darüber, erzähle auch, woher dieser Welt Biografie Tag kommt, was dahinter steckt, welche Geschichte sich dahinter verbirgt und ich erzähle davon. Und dann eben auf als Unterseite auf meiner Ursprungswebseite. Ich fand das jetzt nicht dramatisch und war da sehr fein mit. Als es am 16. Mai, das war ein Freitag, die die Folge erschien und an dem Samstag habe ich eine Sprachnachricht bekommen von einer guten Bekannten auch über unsere Podcasts Gemeinsamkeiten, über den Austausch kannten wir uns bereits. Und dann hat sie gesagt Anja, es ist jetzt die Zeit gekommen, dass ich meine Geschichte erzähle. Mit dir zusammen an meiner Seite.
Sarah Thullner
Wahnsinn. Du warst einen Tag online und schon hattest du den ersten Kundenauftrag. Wie grandios, oder?
Anja Kuhn
Und das ist also es war in jeder Hinsicht grandios. Zum einen, weil Yvonne, Simon und ich perfekt zusammen harmonieren. Ich finde, das ist ganz wichtig, wenn man seine Lebensgeschichte mit jemandem teilt. Wir sprechen über so viele persönliche Themen und gehen da so tief. Selbst wenn nicht alles ins Buch kommt, ist es ganz wichtig für mich, alles zu verstehen, den Weg zu verstehen, den Menschen zu verstehen, damit er eben in seinem Buch auch so gezeigt wird, wie er ist und sich so zeigen kann, wie er ist. Und für sie war dann ganz wichtig Ich möchte mein Buch selber schreiben. Und sie hat mich als Buchmentorin gebucht, beauftragt und dann.
Sarah Thullner
Das heißt, es gibt auch noch andere Wege. Also das bedeutet, du schreibst nicht immer komplett das Buch, sondern du kannst auch jemanden begleiten auf dem Weg. Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel mein eigenes Buch von mir als Sara erzählen möchte, dann kann ich auch sagen Begleite mich bitte auf dem Weg, aber ich darf selber schreiben und könnte es dann aber über deinen Verlag veröffentlichen. Verstehe ich das richtig?
Anja Kuhn
Genau so ist es. Also es gibt die Möglichkeit, dass du sagst, ich möchte mich dabei begleiten lassen, weil ich das selber schreiben möchte, aber mir die Struktur fehlt. Das Gefühl fehlt. Was ist in der Geschichte wichtig? Was fehlt noch? Was müssen wir dazunehmen? Wie richtig sich richtig, sie die Geschichte überhaupt aus? Wie baue ich sie auf? Was ist eigentlich wirklich meine Botschaft? Das ist ein sehr, sehr spannender Prozess und ein sehr intensiver Prozess. Und das ist eben die eine Möglichkeit. Die andere Möglichkeit ist die, was ich davor gemacht habe bereits, dass ich als Koautorin mit jemandem sein Buch geschrieben habe. Das läuft über sehr, sehr viele Interviews, die wir zusammen führen. Dann schreibe ich das Buch, aber es erscheint mit unseren beiden Namen. Und es gibt natürlich die dritte Variante, wenn jemand sagt. Oder Eigentlich gibt es sogar vier Varianten. Es gibt noch die Variante, wenn jemand sagt Du bist mein, mein Ghostwriter, wo ich dann gar nicht in Erscheinung trete. Und die vierte Variante ist, wenn jemand sagt, ich möchte mit einem Pseudonym veröffentlichen, dann begleite ich zwar in welcher Form auch immer, aber derjenige veröffentlicht das Buch unter einem Pseudonym. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe, warum derjenige das möchte. Und das sind alles sehr spannende Wege. Und dann ist eben der zweite Schritt, ein Autorenvertrag mit dem Verlag zu abzuschließen. Und dann legen wir fest Wann kann das Buch erscheinen, wann sind wir fertig? Wann geht es nach draußen? Welcher Termin ist vielleicht auch strategisch spannend und wichtig? Und bei Yvonne war es zum Beispiel so, die gesagt hat So, das muss jetzt also ich will das noch in diesem Jahr. Und wir hatten dann das Weihnachtsgeschäft angepeilt. Und tatsächlich ist das Buch am 17. November 2025 erschienen und war für uns beide eine echt intensive Zeit. Und Yvonne kannte ich bis dahin genauso wenig wie dich. Wir haben uns noch nie getroffen. In echt. Also Sie haben es noch nie in den Arm genommen zur Begrüßung. Und Yvonne kannte ich auch nicht. Und dann haben wir uns im Juli. Letztes Jahr bin ich zu ihr nach Leipzig gefahren und dann haben wir uns bei ihr getroffen, haben einen Tag wirklich super intensiv zusammengearbeitet. Das war klasse. Und jetzt im April fahre ich das nächste Mal nach Leipzig, am 1. April. Denn dann hat sie eine große Lesung und die begleite ich als Moderatorin. Und da freue ich mich auch sehr drauf.
Sarah Thullner
Wie schön! Wahnsinn! Aber das ist ja schon echt eine heftige Zeit. Also Mai bis November und da alles fertig zu haben, das war sehr intensiv, oder?
Anja Kuhn
Absolut. Absolut. Und dann habe ich im Dezember die nächste Kundin gewonnen, die ihr Buch Das werden wir im Herbst veröffentlichen. Der genaue Termin steht noch nicht und da schreibe ich für Sie. Und das nächste Mentoring ergibt ein Buch, das dann im Winter erscheint.
Sarah Thullner
Wow. Anja Der Wahnsinn, oder? Also hättest du gedacht, dass du in den ersten, ich nenne es jetzt mal eineinhalb Jahren so viele begeistern kannst, ihre Geschichte zu erzählen?
Anja Kuhn
Ich habe darüber gar nicht nachgedacht, wie schnell das gehen kann oder wie viel passiert ist. Ich wusste einfach, es ist der richtige Zeitpunkt für diesen Verlag, für diesen Schritt und das, was ich tue, ist es passt einfach alles perfekt zusammen.
Sarah Thullner
Es ist grandios.
Anja Kuhn
Alle Bausteine, die ich bis dahin erarbeitet habe, passen zusammen. Die Brandstory gibt es weiter. Es hatte sich dann noch eine Form Brand sorry für Unternehmen entwickelt. Also Firmengeschichten. Das gibt es auch. Ich habe sogar für einen Kunden eine eine Familiengeschichte aufgeschrieben, also den quasi mit dem Stammbaum gearbeitet, mit Familienunterlagen arbeitet. Das ist dann ein privater Auftrag gewesen, eher auch in Richtung Chronik als wirklich eine richtige Geschichte. Das war auch super interessant und die Bücher sind die Abrundung. Und im Mai erscheint ja noch mein eigenes Buch und wir werden das Buch, was 2022 erschienen ist, jetzt im Frühjahr noch als Relaunch in den Verlag mit übernehmen.
Sarah Thullner
Wahnsinn! Anja. Ich bin neugierig. Magst du uns schon ein bisschen erzählen, was es mit deinem Buch auf sich hat? Wer? Was? Wie wirst du es aufbauen? Wirst du alles reinnehmen von dir? Oder gibt es einen Lebensabschnitt, den du erzählst.
Anja Kuhn
Das ist das Spannende. Ist ja immer. Es gibt ja diesen wunderbaren Spruch Schuster. Der Schuster hat die schlechtesten Leisten. Und ich habe vor, vor paar Jahren, lange bevor es diese Idee für den Verlag gab, schon immer mal gesagt Ich schreibe jetzt meine Geschichte auf, weil ich das einfach wichtig fand und auch schlüssig fand. Und dann habe ich immer angefangen. Aber ich habe nie die richtige Botschaft gefunden. Und das zeigt, wie wichtig es ist zu wissen Was will ich denn eigentlich mit meinem Buch sagen? Was soll beim Leser ankommen und wohin möchte ich ihn vielleicht auch bewegen, was er für sich mal, womit er sich beschäftigen kann? Weil ich der Meinung bin, dass Lebensgeschichten eben genau die Kraft haben, bei den Lesern Veränderungen zu bewirken. Und das ist mit ein Hauptantrieb, weshalb ich das mache. Egal, ob es eine Kurzbiografie ist oder ein ganzes Buch. Und Dann habe ich letztes Jahr. Irgendwann wusste ich so mein Buch muss heißen meine Geschichte und ich. Weil es geht darum, dass unsere Geschichte und unsere Familiengeschichte das, was unsere Eltern und Großeltern erlebt haben, dass die ganz viel mit uns machen und dass wir oft gar nicht bewusst erkennen, was das mit uns macht, wie uns die Familiengeschichte geprägt hat, aber auch unsere eigenen Erlebnisse. Wir haben vorhin über Muster gesprochen, bevor wir den Podcast gestartet haben, darüber, wie Erlebnisse in unserem eigenen Leben unsere Muster verändert haben.
Sarah Thullner
Ja.
Anja Kuhn
Das kann positiv sein, das kann was Schönes sein. Aber oftmals ist es eben auch etwas, was uns negativ geprägt hat und sich dann bewusst damit zu beschäftigen oder auch zu gucken, warum ist mir das passiert? Und ganz oft erkennen wir, das hat vielleicht sogar mit vorherigen Generationen zu tun, dass das jetzt noch mal eine Wiederholung von ähnlichen Erlebnissen in der Familie ist oder von deren Prägung, die sie an uns weitergegeben haben. Und bei mir ist es ganz stark und ich habe mich da früher gar nicht mit beschäftigt. Das ist mir, hat mich nicht wirklich interessiert. Aber je mehr ich eben in die Lebensgeschichten eingetaucht bin und mich auch mit meinen mit meiner Insolvenz zum Beispiel beschäftigt habe, warum ist mir das passiert? Unabhängig von wirtschaftlichen Themen habe ich eben auch gemerkt. Meine Eltern sind beide Kriegskinder und die haben teilweise extrem traumatische Erlebnisse meistern müssen. Und in dieser Generation hat man nicht gesprochen. Nicht, weil die das nicht wollten, sondern weil das einfach nicht so war. Das war nicht so, dass man vor, vor acht, vor 75 Jahren über diese Traumata so gesprochen hat, wie man das heute tut. Und auch eben aus dem Grund, wenn wir nicht reden, wenn wir nicht drüber sprechen. Dann ist es vielleicht nicht passiert. Oder aber dann fällt es. Fallen wir auch nicht auf? Hatte ich auch ganz viel damit zu tun. Und das hat eben ganz viel auch mit mir gemacht. Das ist das zu erkennen, wie mich das geprägt hat. Das ist Teil des Buches. Und du hast gefragt Erzählst du dein ganzes Leben? Nein, darum geht es auch nicht. Ich erzähle auch nicht das ganze Leben meiner Eltern, aber das, was wichtig ist und wie das. Also das, was ich wichtig finde, wie es mich geprägt hat, was sie erlebt haben, was das mit mir macht, was es mit ihnen in ihrem Leben gemacht hat, welche Glaubenssätze sie weitergetragen haben, welche Verhaltensweisen Sie einfach durch Ihr ganzes Leben geprägt haben und die ich übernommen habe. Wir lernen als Kind nun mal durch Kopieren. Das ist einfach so wir gucken uns an, wer mit wem um uns herum ist und wie die sich verhalten. Und dieses das übernehmen wir erst mal unbewusst. Und später, Irgendwann fällt uns vielleicht auf. Hm, das ist vielleicht nicht so ein tolles Muster. Oder ist vielleicht nicht so eine tolle Verhaltensweise. Vielleicht kann ich mir das abgewöhnen. So sagt man so schön. Aber ja. Aber haben Sie sich das abzugewöhnen? Muss man das erst mal bewusst sehen? Und das finde ich halt super spannend. Genau darum geht es. Weil ich finde, es ist superwichtig, dass wir uns mit der Geschichte unserer Familie beschäftigen. Und genauso wichtig ist es, dass wir uns nicht davon beherrschen lassen, dass wir uns da nicht als Opfer sehen. Denn für das, was passiert ist, kann kein Mensch meine Eltern nicht, meine Großeltern nicht. Und ich erst recht nicht. Deswegen will ich mich davon nicht beherrschen lassen. Aber ich kann gucken, Wie hat mich das geprägt? Und wie kann ich es auflösen?
Sarah Thullner
Ja, für mich klang das gerade so ein bisschen, dass dein Impuls für dein Buch so eine Art von Auseinandersetzung mit sich selbst und in die Reflexion kommen. So eine Intention hat, habe ich das so richtig wahrgenommen?
Anja Kuhn
Das ist so und es ist natürlich weder ein therapeutisches Buch noch irgendein wissenschaftlicher Ansatz. Überhaupt gar nicht. Das kann ich gar nicht leisten und will ich auch gar nicht leisten. Und das soll das Buch auch nicht sein. Es soll einfach eine echte Geschichte sein. Ich habe mich da ich habe gerade ein Buch gelesen Kriegsenkel. Es ist von einer Therapeutin geschrieben, auch super interessant. Da habe ich auch vieles über meine Eltern noch mal besser von meinen Eltern besser verstanden und auch von mir, weil da eben genau meine Generation zur Sprache, zum Ja, zur Sprache kommt. Wie haben Sie sich damit auseinandergesetzt, was Ihre Eltern an Sie weitergegeben haben? Super interessant.
Sarah Thullner
Anja Da merke ich gerade so bei uns in unseren Generationskonflikten auch immer wieder so ein Thema, das man immer wieder mit dem Zeigefinger habe ich so das Gefühl. Auf Situationen, wie Eltern entschieden haben, wie Eltern vielleicht ihre Kinder erzogen haben, immer wieder mit dem Zeigefinger draufschaut und sagt Ja, deswegen habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, Deswegen habe ich den Kontakt abgebrochen und und und. Ich muss dir ehrlich gestehen, ich finde es sehr schade. Ich finde es wirklich sehr schade, dass man immer wieder mit diesem Zeigefinger. Natürlich waren es bestimmt Situationen, die man sich anders gewünscht hat als Kind. Vielleicht waren viele Konflikte da, die man vielleicht auch anders hätte lösen können. Aber. Würdest du sagen, dass wir da vielleicht auch gerade momentan ein bisschen hart miteinander umgehen und ein bisschen dankbarer vielleicht auch für manche Momente sein könnten und nicht immer mit dem Zeigefinger auf die Situation schauen sollten.
Anja Kuhn
Ich glaube, beides ist wichtig. Also ich glaube, das habe ich in diesem Buch auch gelesen. Ich glaube, für manche Familiengefüge ist es wichtig, einen Schlussstrich zu ziehen. Weil ich glaube, dass man. Weil man kann ja die Eltern auch nicht verändern. Ja.
Sarah Thullner
Absolut.
Anja Kuhn
Man will ja eigentlich auch keinen Menschen verändern. Aber ich glaube auch dieser Elterngeneration, wie du sagst, mit dem Zeigefinger darauf hinzuweisen, was nicht gut war, oder auch sie dahin zu bringen, sich selbst zu reflektieren. Ich glaube, das ist ganz, ganz schwer. Und ich würde es zum Beispiel auch nicht tun, weil ich respektiere, warum sie so sind, wie sie sind. Und ich habe eine sehr enge Verbindung zu meinen Eltern. Und auch wenn es natürlich Familienthemen gibt, die mich herausfordern, so habe ich für mich auch entschieden ich darf klare Grenzen ziehen. Das ist super superwichtig, weil ich bestimmte Konflikte auch nicht lösen kann und es auch nicht meine Aufgabe ist. Aber ich darf auch respektvoll mit deren Erlebnissen umgehen, weil sich die heute nicht mehr heilen lassen.
Sarah Thullner
Würdest du sagen, um meine eigene Geschichte erzählen zu wollen Also ich nehme ich jetzt nicht mal, ich nehme mich jetzt mal fiktiv. Ja, ähm, muss ich mit? Mit allem da fein sein und rein sein? Oder können auch da noch Konflikte da sein, dass ich sagen kann, wie können die zum Beispiel in den Gesprächen mit dir mit anschauen? Und man darf vielleicht auch mal die eine oder andere Träne fallen lassen oder vielleicht auch das ein oder andere traurige Gespräch mit dir führen.
Anja Kuhn
Das passiert ganz automatisch, weil. Indem wir uns noch mal mit diesen Erlebnissen beschäftigen, sehen wir natürlich und das sind ja die Fragen, die ich dann auch stelle, die einfach, mit denen ich einfach noch mal nachhake bei verschiedenen Themen. Und das passiert ist unweigerlich, dass da Emotionen hochkommen. Das ist einfach so und wir können einfach da entscheiden. Es ist ja nichts davon müssen wir veröffentlichen. Wir können da sehr behutsam mit umgehen. Wir können ja auch manche Dinge offen lassen und nicht alles bis zum Ende ausformulieren. Oder zum Beispiel. Und da ist einfach Storytelling super wertvoll. Storytelling und eine starke Bildsprache nutzen, um Situationen stark zu beschreiben und sie stehen zu lassen, sodass der Leser dann entscheiden kann, wie nimmt er das wahr und was sieht er dort? Und das finde ich halt ganz, ganz wertvoll. Man muss nicht alles bis ins kleinste Detail erzählen. Man kann, und das finde ich auch so wichtig, dass man sich selber entscheidet Wo ist meine Grenze, womit gehe ich in die Öffentlichkeit und was lasse ich? Das erlebe ich auch immer wieder. Das habe ich selber auch. Das ist, glaube ich auch normal, dass jeder, ähm, auch wenn er wirklich ein gutes Selbstbewusstsein hat, ein stabiles Selbstbewusstsein hat. Dass er zwischendurch an die Frage kommt, an die Stelle kommt. Erstens ist das interessant für andere und zweitens will ich das jetzt wirklich erzählen.
Sarah Thullner
Spannend.
Anja Kuhn
Und ich finde, das.
Sarah Thullner
Würdest.
Anja Kuhn
Du diese Gefühle.
Sarah Thullner
Ja, definitiv. Würdest du sagen, dass dir vielleicht auch aus deiner eigenen Geschichte, weil du ja in deiner, deinem auf deinem Lebensweg Höhen und Tiefen hat, dass gerade wir haben es ja vorhin angesprochen die Insolvenz, dass dir auch ähm ja, wie soll man sagen, vielleicht auch hilft, da genau richtige Worte zu finden, Weil du selber weißt, wie schwer manche Zeiten sein können, wie manche Situationen auch gemeistert werden müssen dürfen.
Anja Kuhn
Das mit Sicherheit, mit Sicherheit. Ich glaube, das macht ja auch ein ganz starkes Fundament für meine Arbeit aus. Für das Vertrauen, dass die Menschen mir schenken, weil ich das eben auch erlebt habe, weil ich weiß, dass es nicht alles rosarot und Sonnenschein ist.
Sarah Thullner
Ich glaube, es gibt ja so ein ganz großes. Weil vielleicht stellen sich die ein oder anderen Zuhörer mal so die Frage Ab wann fängt man denn vielleicht an, so was zu schreiben, die eigene Lebensgeschichte? Oder wann könnte man das veröffentlichen? Ich glaube, es liegt ganz arg so ein so ein falsches Bild davor, dass man ein gewisses Alter haben muss, oder? Ich glaube, das ist gar nicht entscheidend, oder? Für seine eigene Lebensgeschichte etwas zu formulieren und zu schreiben ist nicht entscheidend. Ob man jetzt 25 ist oder 65? Oder wie würdest du es sagen?
Anja Kuhn
Definitiv nicht. Das ist nicht entscheidend. Die Botschaft ist entscheidend. Es gibt ja auch einige. Wenn wir uns prominente Menschen anschauen, über die gibt es verschiedene Bücher. Auch da gibt es ja auch noch mal unterschiedliche Varianten, eine Biografie zu schreiben. Wenn jemand Drittes sagt, ich schreibe ein Buch über jemanden, dann gibt es ja autorisierte und nicht autorisierte Biografien. Das ist ja noch mal was. Noch ein anderer Weg. Und dadurch entsteht es natürlich, dass es verschiedenste Biografien gibt. Ich glaube, wenn man seine eigene Biografie schreibt, dann kann man durchaus auch mehrere schreiben, weil sie verschiedene Botschaften haben können.
Sarah Thullner
Spannend, weil wir heute.
Anja Kuhn
Also ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich irgendwann das Familienthema noch mal anders anpacke. Aber im Moment für die Botschaft dieses Buches ist so, wie es jetzt gerade geplant habe von der Struktur, vom Aufbau, von den Inhalten ist es genau der richtige Weg.
Sarah Thullner
Wenn sich jetzt gerade ein Zuhörer irgendwie so ein bisschen abgeholt fühlt und Lust hätte, jetzt zu schreiben und mit dir in Kontakt zu gehen. Wie? Wie läuft das dann ab? Oder was? Braucht es vielleicht auch davor, dass man mit dir in Kontakt gehen kann? Erzähl mal wie. Wie geht das?
Anja Kuhn
Also zunächst einmal hoffe ich, dass es einfach gar keine Hürde gibt. Und es ist tatsächlich so, dass alle meine Kundinnen und Kunden direkt auf mich zukommen, mir entweder jetzt aktuell eine Terminanfrage über das Kontaktformular vom LebensgeschichtenVerlag geschickt haben, mit einigen Informationen, was Sie bewegt, warum Sie die schreiben möchten und so auf mich zukommt. Es haben einige bei zwei auch schon einfach direkt bei mir einen Termin gebucht Über meine andere Webseite anja kun.com. Da gibt es einen Termin, also ein Kalender digital, wo man sich einen Termin Kennenlerntermin buchen kann. Das ist passiert. Oder wie? Yvonne, die einfach eine Sprachnachricht geschickt hat und wir dann einen Termin vereinbart haben. Also sehr gerne direkt. Und dann gucken wir, ob es passt. Und das ist ja wirklich wichtig, dass es dass man miteinander im Gespräch feststellt, passt die Chemie. Und ich habe es eben schon gesagt das Vertrauen zueinander. Beiden Seiten ist unheimlich wichtig, sonst kann sich der eine nicht öffnen und der andere nicht. Also ich in dem Fall die die Geschichte sich nicht in die Geschichte hineindenken.
Sarah Thullner
Ja. Oh ja, das ist, glaube ich sehr, sehr wichtig. Wir hatten es ja auch schon mal, wir haben uns ja auch ausgetauscht. Du agierst ja auch als Moderatorin und auch als freie Rednerin und wir haben ja da auch schon öfters drüber gesprochen. Lassen wir mal unsere Zuhörer mal dran teilnehmen. Das ist immer wieder. Spannend ist, dass man manche Themen auch vielleicht mal ein Nein, ein liebevolles Nein formulieren darf, wenn man merkt, man passt einfach nicht zusammen. Mann, das funktioniert auch mal nicht. Und ich glaube, das ist auch ganz wertvoll in egal in welchem Kontext auch immer, egal um was es geht. Aber wenn einfach glaube ich die Synergie nicht passt, darf man auch mal ein liebevolles Nein zum Gegenüber sagen und sagen. Ich glaube, an der Stelle sind wir vielleicht nicht die richtigen und es passt nicht ganz, weil wie du sagst, Vertrauen ist glaube ich immer das Wichtigste. Und ich glaube, da ist es jetzt egal, ob man wie du Biografien und Lebensgeschichten schreibt oder ob man eine Zusammenarbeit auf Dienstleistungsebene. Vertrauen ist, glaube ich sehr, sehr wertvoll und wichtig, oder?
Anja Kuhn
Du hast gerade das Wort gesagt wertvoll. Also ich finde, es geht da um gemeinsame Werte.
Sarah Thullner
Ja.
Anja Kuhn
Und wenn unser Wertegerüst nicht zusammenpasst, dann kann das nicht funktionieren. Da habe ich schon mal in einem anderen Zusammenhang Kunden abgelehnt. Bzw. Ist die Zusammenarbeit nicht zustande gekommen und da bin ich im Nachhinein sehr froh, weil es einfach nicht gepasst hätte. Da war ich noch nicht klar genug. Das würde ich heute eher eher entscheiden und auch von mir aus entscheiden. Ich habe aber zum Beispiel neulich jemanden empfohlen, eine andere Buchmentorin zu wählen, weil nicht aus Sympathie oder Vertrauensgründen, im Gegenteil. Aber das Buch war 80 % oder über 80 % Sachbuch und 20 % Lebensgeschichte. Auch in den Büchern meiner Autoren fließt immer die Arbeit mit ein. Wir schlagen mit der Lebensgeschichte die Brücke zur Arbeit. Aber das muss nicht sein. Natürlich. Das ist im Moment. Bei den aktuellen Büchern ist das so, aber die Lebensgeschichte nimmt Minimum 80 % der Arbeit des Buches ein. Und meine Aufgabe, meine Arbeit ist es, Lebensgeschichten eine Stimme zu geben. Und wenn der Sachbuchinhalt überwiegt, dann kenne ich tolle Menschen, die sehr gute Arbeit leisten, wo ich dann einfach auch gerne sage Dieser Mensch ist besser für dich, als ich in diesem Fall bin.
Sarah Thullner
Total spannend. Anja Es ist so interessant, dass du diesen Weg eingeschlagen hast und ich bin auch total gespannt, wo das Ganze noch hinführt. Ähm, ich. Ich, ich, ich. Ich finde es so interessant. Gibt es etwas, was du von dir aus noch zu dem ganzen Thema unseren Zuhörern erzählen magst? Ähm, was? Was vielleicht noch wichtig wäre für die eigene Lebensgeschichte?
Anja Kuhn
Ähm, bevor ich dazu komme, ist ein Punkt finde ich noch super wichtig, was mir selber so klar geworden ist Ich habe den Verlag gegründet mit der Intention, dass das der nächste wirklich wichtige und große Schritt ist. Wie groß dieser Schritt ist, war mir nicht bewusst. Was auch gut so ist. Dass so viel passiert, wie in den letzten zehn Monaten passiert ist. Das ist einfach grandios. Und was tatsächlich dazugehört zu diesem Ganzen und das ist wichtig für dieses Businessmodell, dass es eben auch ganz viel Vermarktungsthemen gibt, Pressearbeit gibt und die all das habe ich früher gemacht in verschiedensten beruflichen Stationen. Da komme ich her aus dieser Unternehmenskommunikation. Und das finde ich eben auch noch mal wieder faszinierend, dass alles zusammenpasst, dass es wirklich wie so ein großes Puzzlespiel ist, nicht spiele. Aber das ist wie so ein großes Puzzle ist, wo jetzt alles zusammen mit diesem Verlag, mit meiner Arbeit wirklich alles zusammenpasst. Das ist Wahnsinn.
Sarah Thullner
Wahnsinn, Wahnsinn! Ich glaube, wir hatten es ja auch schon öfter so, dass das. Das war ja manchmal, glaube ich, nicht ganz wissen, warum wir auf manchen Wegen vielleicht jetzt gerade was Negatives oder eine Herausforderung haben. Negativ ist ja immer so ein schwieriges Wort, aber eine Herausforderung haben. Ja, und jetzt beschreibst du das gerade so bildlich mit diesen Puzzleteilen und ich denke, dass sich auch die Zuhörer das gerade so wahnsinnig gut vorstellen, dass das wie so ein Weg ist, wo ein Stück zum anderen passt und wie so ein wie so ein Pflastersteinweg, ja wo ein Pflasterstein zum nächsten kommt. Und das passt jetzt gerade alles so wahnsinnig gut zusammen. Würdest du sagen, du bist jetzt komplett angekommen?
Anja Kuhn
Ich hoffe nicht.
Sarah Thullner
Perfekte Antwort.
Anja Kuhn
Aber tatsächlich habe ich das im vergangenen Jahr. Im Spätsommer Frühherbst, glaube ich, habe ich das gedacht, dass ich, ähm, dass ich einfach alles so rund anfühlt und alles sehr viel leichter geworden ist. Und ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Ich glaube, dass man nicht so wirkt, nie so wirklich ankommt, weil so viel passiert und ich auch so neugierig bin auf viele Themen. Aber ich bin angekommen in dem, was meine Aufgabe ist. Das ist so Meine Aufgabe ist, Lebensgeschichten nun mal eine Stimme zu geben, in verschiedenen, auf verschiedenen Wegen oder auf verschiedenen Kanälen. Darin bin ich definitiv angekommen. Ja, aber ich bin sicher, dass es auch so viel gibt, womit ich mich weiterentwickeln kann, womit ich den Verlag weiterentwickeln werde, dass da einfach ganz viel immer in Bewegung bleiben wird. Einfach, weil ich auch vom Typ her so bin.
Sarah Thullner
Du brauchst die Bewegung, gell? Ja, ich werde vielleicht auf Instagram folgt, dass sie das. Dass du immer in Bewegung bist und auch gerne immer schöne Spaziergänge machst. Das ist, glaube ich, auch was, was sehr inspirierend ist. Du nimmst ja auch gerne immer wieder uns mit, wenn du was postest und ich finde das so schön. Ich glaube, vielleicht habe ich auf meine Frage irgendwie anders oder falsch. Ist vielleicht wirklich blöd, aber anders hätte stellen dürfen. Ich glaube, wahrscheinlich fallen dir jetzt die Pflastersteine, die du setzt leichter, weil du hast ja gerade gesagt, es fühlt sich alles leichter an, ja.
Anja Kuhn
Es ist einfach stimmig, es ist einfach stimmig. Und das Gute ist ja, ich kann natürlich entscheiden, was dazukommt und was nicht. Aber früher. Ich weiß noch, wie ich vor. Ich glaube, es war 2018, als ich begonnen habe, mich mit Positionierung zu beschäftigen. Und ich erinnere mich sehr gut an ein Lernvideo oder ein Inspirationsvideo damals von Stefan Frädrich. Und da ging es um. Er hatte einen Baum aufgezeichnet auf dem Flipchart und hat gesagt So. Du hast unten die Wurzeln, dann hast du den Stamm und dann geht es an die Äste und du musst da hinkommen, dass dein Ast, also deine Positionierung, so ein winzig feiner Ast ist, dass der sich von den anderen absetzt und du damit eine ganz spitze Positionierung hast. Und ich weiß noch, dass ich damals meinen Baum aufgezeichnet habe und dann war mein Ast Storytelling und dann habe ich gedacht Ja, aber. Also mehr. Also noch Spitzer geht nicht. Und dann ging es spitzer, als mein Podcast in mein Leben kam. Und trotzdem habe ich immer noch so ein bisschen Nebenäste gebraucht. Das ist ganz interessant. Ich brauchte immer noch Nebenäste wie das freie Reden, wie die Moderatorinnen Arbeit. Und ich merke, dass ich all das nicht mehr brauche. Und wenn ich sage brauche, dann heißt das nicht, dass ich mich verzetteln wollte, sondern einfach die waren. Das war noch so lieb gewonnen. Und dann habe ich gemerkt, dass ich die Vermarktung weggenommen habe. Ich habe die Webseiten wieder runtergenommen vom Netz. Wenn ich angefragt werde für bestimmte Dinge, überlege ich mir Passt es oder passt es nicht? Möchte ich das oder möchte ich nicht? Da bin ich ja frei drin. Aber ich rede da nicht mehr drüber. Es ist kein Teil meiner Positionierung mehr. Und da bin ich tatsächlich jetzt mit den Lebensgeschichten für mich sehr spitz. Ich bin jetzt an diesem Ast angekommen und das finde ich sehr schön. Das macht es gerade auch leicht, weil ich mich nicht mehr ablenken lasse. Das ist auch total interessant. Ich lasse mich nicht mehr ablenken von dem Huch, ich könnte das ist ja, das könnte auch noch ein Zweig sein. Nee, ich brauche den nicht mehr. Ich bin sehr klar und das macht es auch leicht.
Sarah Thullner
Total schön. Hach Anja, wir könnten noch stundenlang weiter quatschen. Wir sind schon wieder am Ende unseres Podcasts. Es tut mir so leid. Ich. Ich würde gerne. Es war wunderbar. Danke für deine tollen Fragen. Ich finde es. Ich finde es so schön. Ich glaube, es braucht noch mal eine nächste Edition. Wir müssen ja noch einen aufholen. 25 fand ja nicht statt. Anja Da müssen wir dieses Jahr noch mal einen machen, damit wir in unserem Flow bleiben. Magst du? Magst du noch was weitergeben an unsere Zuhörer zu deinem Thema Lebensgeschichten.
Anja Kuhn
Ich habe auf meiner Seite ein Zitat platziert, als ich darüber nachgedacht habe Was können denn Lebensgeschichten? Und sie können ganz viel. Aber indem wir erzählen, was war, zeigen wir, was möglich ist.
Sarah Thullner
Zeig ihn noch mal.
Anja Kuhn
Indem wir erzählen, was war, zeigen wir, was möglich ist.
Sarah Thullner
Total schön. Ach, der darf jetzt mitklingen. Und in diesem Sinne würde ich einfach hier einen Abschluss machen. Und danke dir, Anja, dass du uns wieder in dein Leben hast eintauchen lassen. Und wer sich jetzt inspiriert fühlt, seine Lebensgeschichte mit Anja oder durch Anja veröffentlichen zu lassen. In den ShowNotes findet ihr wieder alle Kontakte und ihr habt ja gehört, es gibt ganz einfache Wege. Einfach nur anschreiben, einfach nur in Kontakt gehen mit Anja. Und ja, lasst eure Lebensgeschichte in Wort und Schrift verwirklichen. Ich danke Dir, liebe Anja. Und ja, in diesem Sinne sagen wir zusammen gemeinsam unseren Zuhörern Tschüss oder.
Anja Kuhn
Tschüss und auf Wiederhören. Bis bald.
Sarah Thullner
Bis bald. Bis dann. Tschüss.