Happy Business

Folge #tonalität // Was Sprache mit unserer Wahrnehmung macht

Sarah Thullner Season 2 Episode 16

Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.

0:00 | 14:54

Worte transportieren Informationen. Doch oft ist es nicht das, was wir sagen, sondern wie wir es sagen, das bei anderen Menschen ankommt.

In dieser Folge von Happy Business sprechen wir über die Wirkung von Tonalität, Sprache und Energie in unserer Kommunikation. Warum können zwei Gespräche mit derselben Lautstärke völlig unterschiedliche Reaktionen auslösen? Weshalb verlassen wir manche Gespräche mit einem guten Gefühl und andere hinterlassen eine unangenehme Stimmung, obwohl sachlich alles korrekt war? 

Anhand persönlicher Erlebnisse aus dem Urlaub zeige ich, wie stark unsere Stimme, unsere Wortwahl und unsere Haltung die Atmosphäre beeinflussen können – im privaten Umfeld genauso wie im Businessalltag. 

In dieser Folge erfährst du:

  •  Warum unser Nervensystem auf Tonalität reagiert, bevor wir Inhalte bewusst einordnen 
  •  Weshalb dieselben Worte unterschiedliche Wirkungen haben können 
  •  Wie Sprache Vertrauen, Wertschätzung und Verbindung beeinflusst 
  •  Warum Herzlichkeit und Professionalität kein Widerspruch sind 


Mein Impuls für dich:
Beobachte einmal bewusst, wie in deinem Umfeld gesprochen wird.
Nicht nur die Worte, sondern die Energie dahinter.
Denn oft reichen kleine Veränderungen aus, um Gespräche wertschätzender, klarer und angenehmer zu gestalten – für dich selbst und für die Menschen um dich herum. 

Reflexionsfrage der Folge:
Wann hast du zuletzt bewusst auf deine eigene Tonalität geachtet – und was hast du dabei über deine Kommunikation gelernt?


Mein Fazit:
Ein gutes Gespräch überträgt nicht nur Informationen.
Es schafft Verständnis, stärkt Beziehungen und beeinflusst die Atmosphäre, in der wir miteinander arbeiten und leben.
Vielleicht lohnt es sich, ein Stück der Herzlichkeit und Leichtigkeit, die wir im Urlaub so schätzen, mit in unseren Alltag und unsere Kommunikation zu nehmen. 


🎙️ Viel Freude mit dieser Folge von Happy Business. Wenn dir die Episode gefallen hat, freue ich mich über deine Bewertung, dein Feedback oder wenn du den Podcast mit Menschen teilst, die bewusster kommunizieren möchten.

Schön, dass du meinem Podcast "Happy Business" hörst!

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Ich freue mich auf den Talk mit Dir,
Sarah Thullner

Happy Business - Der Business-Podcast mit Humor & Leichtigkeit



 Hey, schön, dass du wieder eingeschaltet hast zu einer neuen Folge von Happy Business, dem Podcast mit Humor und Leichtigkeit.
 Ich bin Sarah Thullner und freue mich, dass du dabei bist.
 Ich möchte heute die Folge sozusagen mit einer Geschichte, mit einer, ja mit einer Inszenierung in deinem Kopf beginnen.
 Und zwar stell dir vor, du sitzt in einem Restaurant, genieß dein Essen und dann betritt eine Gruppe von vier Menschen den Raum. Zwei Paare.
 Sie setzen sich.
 Und noch bevor sie ihre Karte aufschlagen, hörst du es.
 Die Stimmung ist angespannt.
 Die Gespräche sind laut und sie sind gereizt und pro Gesprächsaustausch wird die Lautstärke intensiver.
 Es ist nicht somatisches.
 Es ist zwar kein Streit, aber irgendetwas in dieser Art, wie gesprochen wird, verbreitet sich im gesamten Raum.
 An den Nachbartischen werden die Menschen total unruhig.
 Manche zahlen frühzeitig, wo du merkst, sie wollen jetzt einfach nur gehen und manche schauen kurz auf und sind so perplex.
 Und ich frage mich, was ist da gerade passiert?
 Die Menschen haben an sich nichts gemacht.
 Sie haben sich hingesetzt, eine Karte gestöbert, gegessen, getrunken und geredet.
 Aber alleine durch die Tonalität, durch die Art, wie gesprochen wurde, hat sich die Atmosphäre verändert, und zwar für alle im Raum.
 Kennst du das?
 Hast du das schon mal erlebt?
 Und genau das ist heute das Thema, was Sprache und Tonalität mit unserer Wahrnehmung macht.
 Nicht nur bei anderen, sondern vor allem auch bei uns selbst.
 Und was das alles mit uns im Businessalltag zu tun hat.
 Die Geschichte, die ich dir gerade erzählt und beschrieben habe, habe ich ehrlich gesagt selber erlebt im Urlaub.
 Und sie hat mich wirklich beschäftigt, weil sie mir so deutlich gezeigt hat, wie stark Tonalität wirkt.
 Bevor ich überhaupt ein Wort verstanden hatte, Was gesprochen wurde, war Diese Art von dieser, diese dieses Verbreiten von dieser Tonalität so enorm.
 Und ganz ehrlich Also unser Nervensystem reagiert einfach auf Klang, auf Energie, auf Spannung in einer Stimme.
 Noch bevor unser Verstand wirklich die Wörter einordnen kann.
 Und das ist keine Schwäche, das ist einfach ganz normale Biologie.
 Und das erklärt, warum wir manchmal aus einem Gespräch rausgehen und denken Boah, irgendwas war komisch.
 Ich weiß nicht genau was, aber es hat sich nicht gut angefühlt, obwohl die Worte eigentlich neutral waren.
 Und jetzt möchte ich dir eine zweite Geschichte erzählen.
 Die ist genau das Gegenteil.
 Ich war abends in einer kleinen Pizzeria in Italien und auch im Urlaub.
 aber nicht in den gleichen Urlaub.
 Es war warm, es roch nach frischem Basilikum und das Licht war so richtig schön golden und weich.
 Und am Nebentisch saßen zwei Männer, beide mit leuchtenden Augen, beide wie Italiener.
 Ja, gerne machen. Haben gestikuliert.
 Ihre Stimme wurde lauter, die Worte flogen hin und her, die Hände mit dazu.
 Ich verstand kein Wort. Kein einziges.
 Aber ich habe alles verstanden.
 Da war so viel Freude, so viel Leidenschaft, so viel positive Energie.
 Und weil sie zwischendurch so gelacht haben und mit ihren Gläsern angestoßen haben, hat man das so deutlich gespürt.
 Und es wurde noch eine Flasche Wein bestellt und keine Ahnung, wie lang der Abend ging.
 Für uns war er etwas früher zu Ende und niemand in einem Restaurant hat sich auch nur umgedreht.
 Also im Gegenteil, die Stimmung war ansteckend, das Lachen war ansteckend.
 Das ganze Lokal hat irgendwie so gelebt, nicht nur von den zwei Herren, aber einfach von dieser Atmosphäre.
 Und ganz ehrlich, wenn man die zwei Geschichten anschaut, dieselbe Lautstärke, dieselbe Intensität und eine vollkommen andere Wirkung.
 Und der Unterschied war nicht die Lautstärke, weil wie gesagt, sie war ja gleich die und der Unterschied war die Energie dahinter.
 Das erste Gespräch hat an Spannung schon so ausgestrahlt und das zweite hat Lebensfreude ausgestrahlt.
 Und beide haben sich auf alle im Raum übertragen, ohne dass irgendjemand aktiv etwas getan hätte oder ehrlich gesagt sich dem auch entziehen konnte.
 Und diese Urlaubsgeschichten haben mich doch ehrlich gesagt etwas anderes denken lassen, nämlich Warum nehmen wir das nicht mit?
 Im Urlaub erleben wir das so oft, diese Herzlichkeit, diese Leichtigkeit, diese Wärme in der Sprache.
 Und du kennst das bestimmt auch.
 Wir finden das immer schön.
 Wir fühlen uns wohl dabei.
 Wir kommen zurück aus dem Urlaub und sagen Hey, es war so entspannend, die Menschen waren so offen und so freundlich und der Urlaub war so schön.
 Und dann zurück im Büro.
 Zurück im Alltag lassen wir das ganze Gefühl an der Grenze oder in dem Ort, wo wir waren, weil zum Teil es irgendwie nicht in den Alltag oder ins Büro passt.
 Weil es vielleicht zu emotional ist, zu laut, zu unprofessionell.
 Aber ist es wirklich so?
 Oder haben wir das nur irgendwann mal so gehört oder gelernt oder gesagt bekommen?
 Und ich möchte dir damit eigentlich nur sagen Stell dir vor, du betrittst ein Gebäude und fragst nach dem Weg.
 Die Antwort kommt knapp und direkt.
 Dritter Stock oder eine Kaffeemaschine?
 Untere Schrift, bitte.
 Oder im Restaurant die Rechnung.
 Wir haben alles verstanden.
 Alle Informationen war da.
 Aber ganz ehrlich, Wer hat sich das angefühlt, wenn ich das so gesagt habe?
 Und jetzt mal eine andere Ausgangssituation.
 und anders gesprochen.
 Du fragst nach dem Weg.
 Sie müssen bitte in den dritten Stock fahren.
 Kollege kommt mit einem Dokument.
 Können Sie hier bitte unterschreiben?
 Du frägst den Kellner nach der Rechnung.
 Können wir bitte die Rechnung haben?
 Derselbe Inhalt, aber eine völlig andere Wirkung.
 Nicht, weil die Wörter zur richtigen Sätzen wurden und verlängert.
 Sondern weil es einfach manchmal nur wenige Wörter mehr braucht, sondern weil die Tonalität und die Form signalisiert Du bist mir etwas wert.
 Dieses Gespräch ist mir etwas wert.
 Ich spreche Respektvoll mit dir.
 Und das ist keine Kleinigkeit.
 Das ist etwas, das ich aufbaut.
 Gespräch für Gespräch.
 Tag für Tag.
 Und das schafft irgendwann entweder Vertrauen oder es lähmt langsam.
 Du wirst das bestimmt selber kennen, dass es Menschen in deinem Umfeld geben, die immer so sind, die immer so kurze Sätze raushauen.
 Und das sind doch so Momente, wo man vielleicht manchmal denkt warum kann der nicht mehr mit mir sprechen, warum kann er nicht anders mit mir umgehen?
 Ich beobachte das sehr häufig in Unternehmen, Diese kurzen, knappen Formulierungen, die haben längst den Alltag erreicht, nicht nur im mündlichen Gespräch, sondern auch in Mails, Nachrichten, in Chats, in Teammeetings, überall.
 Manchmal lese ich Nachrichten, die sachlich völlig korrekt sind und trotzdem echt einen Stich hinterlassen.
 Nicht wegen dessen, was gesagt wurde, sondern wegen dem, wie es gesagt wurde oder eben wie es nicht gesagt wurde.
 Und ich glaube, dass viele Menschen gar nicht merken, was ihre Tonalität bei anderen auslöst, weil sie selbst unter Druck sind, weil sie schnell sein müssen, weil sie vielleicht auch einfach andere Dinge im Kopf haben.
 Und weil ein guter, vollständiger Satz vielleicht auch gerade einfach zu viel erscheint.
 Und ganz ehrlich ich verstehe das wirklich.
 Wir alle haben Tage, an denen die Kapazitäten einfach nicht da ist.
 Aber ich glaube, es lohnt sich, ab und zu innezuhalten und zu fragen Wie klingt meine Sprache gerade?
 Nicht nur, was ich sage, sondern wie ich es sage.
 Welche Energie trage ich in meinem Gespräch?
 Welche Tonalität habe ich?
 Denn das, was wir aussenden, kommt ehrlich gesagt auch zurück.
 Nicht immer, sofort, nicht immer bewusst.
 Aber Tonalität prägt ehrlich gesagt das Klima in einem Team, in einer Beziehung, im privaten wie auch im Business.
 Sie prägt, ob Menschen offen kommunizieren oder ob sie gerne auch mal schweigen und nicht sprechen.
 Ob sie nachfragen oder lieber so tun, als hätten sie es verstanden.
 Aber dabei haben sie es überhaupt nicht verstanden.
 Und was auch wichtig ist, ob sie sich gesehen fühlen oder nicht.
 Schlagwort Wertschätzung und Wahrnehmung.
 Ich möchte heute mit einem Impuls diesen Podcast schließen, der eigentlich ganz einfach ist und trotzdem manchmal schwer umzusetzen ist.
 So, hier kommt mein Impuls.
 Beobachte einmal bewusst, wie in deinem Umfeld gesprochen wird und wie du selbst kommunizierst.
 Nicht um alles zu analysieren oder zu bewerten, sondern einfach mal, um hinzuschauen.
 Und wenn du merkst, dass diese knappe, manchmal schon schroffe Art nicht deine eigene, also deiner eigenen Art entspricht, dann verändert sie schrittweise.
 Du musst nicht alles auf einmal umstellen.
 Kleine Anpassungen genügen wirklich.
 Es geht nicht alles von heute auf morgen.
 Zum Beispiel ein freundlicher Einstieg in eine Mail, ein vollständiger Satz statt ein Stichwort sagt nur Rechnung, bitte.
 Ein echter Moment der Aufmerksamkeit im Gespräch.
 Oder wirst du es vielleicht gerade gemerkt hast?
 Ein Lächeln in der Stimme, wenn du telefonierst?
 Ja, das hört man wirklich.
 Hast du vielleicht hier schon einen Podcast auch gemerkt?
 Und ganz ehrlich vielleicht lohnt es sich auch, die Herzlichkeit und die Energie, die du im Urlaub so schön findest, ein kleines Stück in deinen Alltag mitzunehmen.
 Nicht um dich zu verstellen, Nicht als Performance, sondern als Einladung an dich selbst und dein Umfeld.
 Denn ein gutes Gespräch kann so viel mehr als Informationen übertragen.
 Es kann Verständnis schaffen, Klarheit bringen und Verbindungen Schaffen.
 Das ist mein Impuls für dich heute.
 Und eine Frage möchte ich dir noch mitgeben Wann hast du zuletzt bewusst auf deine eigene Tonalität geachtet und was hast du dabei gemerkt?
 In diesem Sinne Ich freue mich über Nachrichten oder Rückmeldung.
 Gerne auch eine Bewertung von einem Podcast.
 Und ja, wenn du mir einfach schreibst, in Kontakt mit mir kommst.
 Und freue mich, wenn du wieder ein Teil des zur nächsten folge.
 Ich wünsche dir alles Gute und du weißt ja kommuniziere bewusst.